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Freitag, 14 September 2018 12:50

Italien: Güterumfahrung von Trient und zweispurige Tunnelführung der Nebenbahn nach Malè sind vereinbar

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Der jetzige Bahnhof Trento. Fotos GK.

Eine neue Güterumfahrungsstrecke für Trient und der zweigleisige Ausbau mit Tunnelverlegung der Strecke Trento - Malè im Zentrum der Hauptstadt sind miteinander vereinbar. Dies ist das Ergebnis einer Machbarkeitsstudie, die am 11.09.18 vom Regierungskommissar für den Brenner-Korridor, Ezio Facchin, vorgelegt wurde.

Unter dem Projekt "Nordus" soll die Bahnlinie Trento - Malé nach Süden entlang der jetzigen Brennerstrecke bis nach Mattarello verlängert werden, wobei die Gleise von Lavis nach Trient zweigleisig ausgebaut werden und ein neuer großer Knotenpunkt "Polo Intermodale ex SIT" des Ingenieurbüros Lorenzo Lucchetta in Cavedine (TN) nahe des derzeitigen Busbahnhofs geschaffen wird.

Im Nordus-Vorschlag ist außerdem der vierspurige Ausbau der Brennerbahn enthalten, die eine Umgehungsstrecke für den Güterverkehr vorsieht, wodurch erhebliche Kapazitäten auf der bestehenden Infrastruktur freigesetzt werden.

Die technische Machbarkeitsstudie, das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit von RFI, Provinz und Gemeinde, zeigt, dass das Ziel erreichbar ist und dass die Baustellen, die die Stadt betreffen, begrenzter sein könnten als im ursprünglichen Projekt vorgesehen.

"Hier haben wir eine strategische Vision für die Zukunft des Trentino - sagte der Präsident der Provinz, der an der Präsentation zusammen mit dem Stadtrat für Infrastruktur teilgenommen hat. Eine Vision, die es schafft, unterschiedliche Bedürfnisse in Einklang zu bringen, die alle sehr wichtig sind. Erstens die Bedürfnisse Europas, das an das Entwicklungspotenzial des Brenner-Korridors glaubt, dann die Bedürfnisse der Provinzmobilität, die diesen Korridor nicht ignorieren kann, und nicht zuletzt die Bedürfnisse der Hauptstadt, die daran interessiert ist, Gebiete freizugeben, die dann zum Nutzen der Lebensqualität der Bürger, aber auch der Wirtschaft verbessert werden."

Mit dem Projekt eröffnen sich allerdings auch neue Gentrifizierungsperspektiven nicht nur am aktuellen Bahnhofsareal, sondern auch nördlich anschließend am ehemaligen Frachtenbahnhofsgelände "Scalo F. Filzi".

GK, WKZ, Quelle Autonome Provinz Trient

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Letzte Änderung am Freitag, 14 September 2018 13:02

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