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Montag, 24 September 2018 12:24

Frankreich: Société du Grand Paris beauftragt Alstom mit den Schienenfahrzeugen für die Linien 15, 16 und 17 des Grand Paris Express

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Die Société du Grand Paris hat nach einem Verhandlungsverfahren mit vorherigem Aufruf zum Wettbewerb im Jahr 2014 im Einvernehmen mit dem Verkehrsverbund Île-de-France Mobilités Alstom mit der Planung und Lieferung von Schienenfahrzeugen für die Linien 15, 16 und 17 des Grand Paris Express beauftragt.

Der Vertrag, der vollständig von der Île-de-France Mobilités finanziert wird, umfasst bis zu 1,3 Mrd. Euro für die Entwicklung und Lieferung von maximal 1000 Wagen (183 Züge), die in zwei Zuglängenversionen von 3 und 6 Wagen eingesetzt werden.

Am 11. Juli 2018 hat der Verwaltungsrat der Île-de-France Mobilités eine erste Tranche von 680 Mio. Euro zur Deckung der Kosten für den Erwerb der ersten 53 Züge des Grand Paris Express bewilligt. Der feste Anteil dieses Auftrags an Alstom betrifft die Lieferung von 150 Wagen (25 Züge à 6 Wagen) für einen Betrag von über 280 Millionen Euro.

Diese neuen Metros mit hoher Kapazität können im automatischen fahrerlosen Betrieb mit bis zu 110 km/h fahren und bestehen aus 6-teiligen Zügen auf der Linie 15 und 3-teiligen Zügen auf den Linien 16 und 17. Die ersten Züge verlassen das Werk im Jahr 2022 für den ersten kommerziellen Einsatz im Jahr 2024. Mit diesen Zügen erhalten zukünftige Betreiber eine neue Generation von Fahrmaterial, das von den neuesten Technologien profitiert.

Die neuen U-Bahnen der Linien 15, 16 und 17 sind über die gesamte Zuglänge begehbar und bieten den Fahrgästen ein Gefühl von Geselligkeit, Raum und Komfort. Dank der drei breiten Türen pro Seite ermöglichen sie eine große Fluidität in den Ein- und Ausgangsbereichen sowie eine erleichterte Zirkulation der Fahrgäste während der Fahrt. Die Ausstattung ist auf hohen Komfort ausgelegt, insbesondere durch Klimaanlage, Beleuchtung und WLAN.

Basierend auf den Lösungen von Alstom Metropolis kann jeder Zug bis zu 500 Passagiere in der 3-teiligen Version (54 Meter) und bis zu 1.000 Passagiere in der 6-teiligen Version (108 Meter) befördern. Besonderes Augenmerk wird auf die Optimierung der Wartung gelegt. Das On-Board-Diagnosesystem wird Informationen über den Zustand der Flotte geben, was die Planung von korrektiven und vorausschauenden Wartungsaufgaben erleichtert. Schließlich hat Alstom die Wartungsintervalle dieser neuen U-Bahnen verlängert und damit die Kosten über den gesamten Lebenszyklus dieser Fahrzeuge deutlich gesenkt.

Um dieses Großprojekt erfolgreich abzuschließen, werden insgesamt 350 Alstom-Mitarbeiter in Frankreich an diesem Projekt arbeiten, darunter 150 erfahrene Ingenieure. Mit diesem Projekt werden in Frankreich mehr als 1150 Arbeitsplätze im französischen Eisenbahnsektor unterstützt. Alstom, ein sozial verantwortliches Unternehmen, wird auf seinen französischen Standorten auch ein beträchtliches Volumen an Arbeitsstunden für Menschen mit besonderen sozialen oder beruflichen Schwierigkeiten reservieren.

Sechs französische Alstom-Standorte werden diese neuen Anlagen entwickeln und herstellen. Der Standort Valenciennes Petite-Forêt wird für Projektmanagement, Studien, Entwicklung, Produktion, Montage und Zugvalidierung zuständig sein. Fünf weitere Alstom-Standorte in Frankreich werden die Komponenten entwickeln und produzieren: Le Creusot die Drehgestelle, Ornans die Motoren, Tarbes die Antriebssysteme, Villeurbanne die Bordelektronik und das Fernwartungssystem und Saint Ouen das Design.

WKZ, Quelle Société du Grand Paris

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