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Dienstag, 25 September 2018 10:00

Frankreich: Spektakuläres Wachstum für Macron-Reisebusse im zweiten Quartal

Der frei organisierte Busverkehr in Frankreich hat im 2. Quartal 2018 das beste Ergebnis seit der Liberalisierung des Busmarktes erreicht, sowohl was die Fahrgastzahlen als auch den Umsatz betrifft. Mit 2,4 Mio. beförderten Passagieren stieg die Zahl der inländischen Fahrgäste im Vergleich zum Vorjahresquartal um 43 %. Dies ist eine seit 2016 nicht mehr beobachtete Steigerung, die sich in einem Quartalsumsatz von 36,2 Mio. Euro ohne Steuern ausdrückte, ein Plus von 40%.

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Anzahl der bedienten Städte durch die Busbetreiber.

Die Auswirkungen von Streiks im Bahnbereich sind dabei als zusätzlicher Wachstumsfaktor in einem Markt zu sehen, der bereits seit dem vierten Quartal 2017 Teil eines klaren Entwicklungstrends war.

Die gestiegene Nachfrage hat es den Betreibern ermöglicht, eine Strategie der wirtschaftlichen Optimierung ihrer Dienstleistungen zu verfolgen: Bei einer historisch hohen Auslastung der Busse von 61% liegt der durchschnittliche Umsatz pro km pro Bus bei 1,3 Euro ohne Steuern, und der Umsatz pro km pro Passagier erreicht einen neuen Rekordwert von 5,1 Eurocent.

Die Ankunft von vier neuen Betreibern über die BlaBlaCar-Plattform bestätigt die Fähigkeit der Wirtschaftsakteure des Sektors, sich an Veränderungen in einem Markt anzupassen, der durch niedrige Eintrittsbarrieren gekennzeichnet ist. Somit ist die Zahl der Betreiber nun auf 13 gestiegen, darunter die 8 bereits bestehenden sowie der saisonale Betreiber Migratour. Die Betreiber haben ihr Angebot weiter ausgebaut und damit das territoriale Netz gestärkt: über die Zahl der angefahrenen Gemeinden, der angebotenen Direktziele und die Häufigkeit der täglichen Abfahrten.

Die Zahl der angebotenen Verbindungen stieg in diesem Quartal um 26% und liegt nun bei 1811. Es ist jedoch notwendig, diesen Anstieg zu bewerten, da er zum Teil auf die Wiederaufnahme der saisonalen Aktivitäten bei Migratour zurückzuführen ist. Durch den Ausschluss des letztgenannten Betreibers stieg das Angebot um 11%, hauptsächlich durch zwei der drei größten Betreiber (Flixbus und Ouibus). Eurolines/Isilines verzeichnete dagegen einen leichten Rückgang des Angebots. Diese drei Betreiber, die bereits fast 9 von 10 Strecken vermarkten, konkurrieren nur auf einem begrenzten Anteil ihres Angebots (25%), was aber dem Kern der Tätigkeit entspricht, da diese Strecken 88% der Nachfrage decken.

Das Dienstleistungsangebot steigt um 17 % und erhöht sich auf 279 Gemeinden in Frankreich. Dieser Anstieg geht mit der Saisonalität einher, da 70 % dieser neuen Dienste bereits 2017 auf dem Markt waren. Dabei steigt die Nachfrage auf allen Streckentypen deutlich an. Radial auf der einen Seite, aber auch transversal, da sie nun 52% der Benutzer erfassen. Insbesondere die subregionalen Strecken sind im Jahresverlauf deutlich um 72% gewachsen, was insbesondere auf den wachsenden Markt für Flughafenverbindungen zurückzuführen ist.

Die drei wichtigsten Betreiber haben ihre territoriale Abdeckung erweitert, so dass die durchschnittliche Anzahl der Direktziele pro Stadt jetzt 12,7 beträgt, verglichen mit 12,1 im Vorquartal und 11,1 im Vorjahr. Am Ende betreibt Flixbus das dichteste Angebot auf dem Gebiet (68% der bedienten Städte und 58% der verkauften Strecken), vor Ouibus (56% der bedienten Städte und 33% der verkauften Strecken) und Eurolines/Isilines (32% der bedienten Städte und 26% der verkauften Strecken).

Die Zahl der täglichen Abfahrten der Betreiber stieg gegenüber dem Vorquartal um 10 % auf 859, dem höchsten Stand seit Markteröffnung. Die drei Hauptbetreiber sind für die meisten täglichen Abfahrten verantwortlich, 44% für Ouibus, 37% für Flixbus und 16% für Eurolines/Isilines. Bei Letzterem war der stärkste Anstieg in diesem Quartal zu verzeichnen (+19%).

Die Entwicklung des Sektors spiegelt sich in einem Anstieg der Zahl der Arbeitsplätze um 6 % wider. Damit verfügt der Sektor über 2542 Vollzeitäquivalente (Direktarbeitsplätze und Leiharbeitsplätze), von denen ein stabiler Anteil von rund 86 % Fahrer ist.

WKZ, Quelle Arafer

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