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Dienstag, 16 Oktober 2018 10:00

Frankreich/Großbritannien: Abkommen über Machbarkeitsstudie zur Passkontrolle für Verbindung London - Bordeaux

Der direkte Hochgeschwindigkeits-Zugverkehr zwischen London und Bordeaux kam am Mittwoch, den 10. Oktober, mit der Vereinbarung zwischen den vier Infrastrukturmanagern einen Schritt näher, gemeinsam eine Machbarkeitsstudie über die Anpassungen durchzuführen, die erforderlich sind, um den Bahnhof Bordeaux Saint Jean für internationale Fahrgäste fit zu machen.

Diese Vereinbarung ist ein wichtiger Meilenstein in der Zusammenarbeit zwischen den Infrastrukturbetreibern SNCF-Réseau, Eurotunnel, Lisea und HS1 bei der Schaffung einer schlüsselfertigen-Open-Access Route für einen Betreiber. Die Studie wird die Anforderungen an die Einrichtungen für eine neue Grenzkontrolle und -sicherung umfassen, damit die Fahrgäste direkt vom Bahnhof Bordeaux St. Jean nach London St. Pancras reisen können, ohne umsteigen zu müssen. Der neue Dienst würde weniger als fünf Stunden dauern und über die kürzlich eröffnete Hochgeschwindigkeitsstrecke LGV - Sud-Europe Atlantique zwischen Tours und Bordeaux führen.

Im vergangenen Jahr reisten über eine Million Menschen mit dem Flugzeug zwischen London und der Region Bordeaux. Die Modellierung zeigt, dass bis zu 20% auf die Schiene wechseln würden.

Großbritannien und Frankreich führen die Passkontrollen derart durch, dass die Pässe bei der Abreise von beiden Behörden kontrolliert werden. So können die Fahrgäste bei der Ankunft ohne weitere Kontrollen einfach aus dem Zug steigen. Die Schaffung einer neuen Kontrollstelle erfordert aber bauliche Anpassungen auf dem Bahnhof. Die Studie wird Kosten und Möglichkeiten untersuchen, um dies in Bordeaux St. Jean zu ermöglichen.

WKZ, Quelle Eurotunnel

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