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Freitag, 08 Juli 2016 13:35

Schweden: Befestigung der Bahnstrecke westlich Storlien startet im Juli

Der Bahndamm "Große Hölle" (Stora helvetet), westlich von Storlien, bereitet Trafikverket und ihren Vorgängern seit fast 70 Jahren Kopfschmerzen. Der Bahndamm auf der Verbindungsbahn von Trondheim über Meråker (Norwegen) und Åre (Schweden) nach Östersund musste Ende November 2013 auf der schwedischen Seite westlich von Storlien wegen Instabilitäten gesperrt werden. Es bestand ein größeres Potenzial für Senkungen, die zu Entgleisungen mit möglicherweise verheerenden Folgen führen könnten.

Nach kurzeitiger Fixierung des Oberbaues und Wiederinbetriebnahme soll nun im Juli der Wiederaufbau beginnen, der der Strecke ein für alle Mal Stabilität geben wird. Die Lösung ist eine regelrechte Brücke, die an Stelle des wartungsintensiven Bahndamms befahren werden soll. Die schwedische Regierung hat für den Bau im Tausch mit EU-Mitteln 100 Mio. SEK bereit gestellt. Der Zugverkehr wird während der meisten Zeit weiter stattfinden können.

Die Bauarbeiten werden voraussichtlich 2 Jahre dauern, damit die Strecke zu den alpinen Weltmeisterschaften in Åre im Jahr 2019 wieder einsatzbereit ist. Nach der Meisterschaft wird dann der alte und instabile Bahndamm abgetragen werden.

Obwohl der Bau der Brücke selbst nicht so komplex ist, verläuft diese auf einem steilen Gelände ohne ebenen Untergrund. Zum Bau müssen wahrscheinlich ab Herbst der Wald gefällt und Hilfsstraßen von der parallel verlaufenen E14 auf den Baubereich gebaut werden. Das Projekt wird den Fahrzeugverkehr entlang der E14 in bestimmten Perioden beeinflussen, da große Fahrzeuge zum Einsatz kommen. Im Zusammenhang mit Sprengarbeiten, muss die Straße zur norwegischen Grenze teilweise auch gesperrt werden.

WKZ, Bengt Dahlberg, WKZ, Quelle ÖP, VLT

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