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Donnerstag, 25 Oktober 2018 07:00

Großbritannien: Streik und Signalstörung verursachen Chaos bei SWR

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Fotos RMT.

Signalausfälle und Streik verursachten am Mittwoch (24.10.18) "Chaos" im Betrieb der South Western Railway, so dass die Fahrgäste gewarnt wurden, nicht zu reisen. Das Unternehmen betrieb bereits einen reduzierten Dienst aufgrund eines fünftägigen Streiks, der am Vortag begonnen hatte, als ein "schwerer Signalfehler" zwischen Woking und Surbiton die Störung noch verschärfte.

Der Streik ist die jüngste Aktion in Folge bezüglich der zukünftigen Rolle des Zugbegleitschutzes - der "Guards" - gegen die seit der Übernahme des Netzes durch SWR im August 2017 protestiert wird. Zwischen Dienstag und Samstag (23. bis 27.10.18) verkehren die Züge nur eingeschränkt nach einem Ersatzfahrplan. Sean Hoyle, nationaler Präsident der Transportgewerkschaft RMT, hat den Standpunkt der Gewerkschaft deutlich gemacht: "Wir setzen Sicherheit vor Profit und lehnen den reinen Fahrerbetrieb ab."

Network Rail entschuldigte sich für die Störungen der Signale: "Wir bedauern die für die Passagiere anhaltende schwere Störung des Netzes der South Western Railway."

Erboste Zuschriften zum Streik mit zusätzlichem Signalausfall füllten die britische Presse: "Es war ein kompletter Alptraum, die Leute waren wie Sardinen im Zug verpackt und dieser hielt immer wieder an, um darauf zu warten, dass der Fahrer die Erlaubnis zum Fortfahren erhält." Oder: "Es dauerte 40-45 Minuten, um von Woking zur Clapham Junction zu gelangen - normalerweise etwa 19 Minuten Fahrt." Weiterhin: "Als dann alle aus dem Zug stiegen, war der Bahnsteig in Waterloo so voll, dass die wartenden Leute nicht in den Zug steigen konnten."

Nur ein Taxifahrer konnte erfreut kommentieren: "Es ist das Chaos. Es war gut für uns, aber niemand wusste, was los war."

Die Gewerkschaft plant eine Reihe von weiteren 24-Stunden-Streiks an Samstagen im November, von denen Zehntausende von Rugby-Fans betroffen sein werden, die nach und von Twickenham reisen können, wo England internationale Spiele spielt.

South Western Railway findet die Streiks nicht so erfreulich "Es ist an der Zeit, dass die Gewerkschaft aufhört, Mythen zu verbreiten und unseren Kunden und Kollegen Leid zuzufügen, und sich verpflichtet, diesen Streit beizulegen. Wir suchen seit Monaten nach sinnvollen Gesprächen mit der RMT-Gewerkschaft, um zu versuchen, diesen Streit beizulegen." Und weiter: "Wir haben garantiert, dass für jeden einzelnen Dienst ein Guard eingesetzt wird, und unsere Wachstumspläne bedeuten mehr Guards, nicht weniger."

WKZ, Quelle RMT, Telegraph

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Letzte Änderung am Donnerstag, 25 Oktober 2018 07:13

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