english

Dienstag, 30 Oktober 2018 10:00

Polen: PKP Cargo zu Geldstrafe wegen Wettbewerbsbehinderung gegenüber CTL Logistics verurteilt

Das Gericht für Wettbewerb und Verbraucherschutz (SOKiK) in Warschau bestätigte am 15.10.18 eine Entscheidung des Amtes für Wettbewerb und Verbraucherschutz (UOKiK) aus dem Jahr 2015, dass PKP Cargo die Tätigkeit von Wettbewerbern behindert habe und verhängte eine Geldstrafe von 14,2 Mio. PLN (3,3 Mio. Euro). PKP Cargo wartet die schriftliche Begründung des Urteils ab und will nach Prüfung entscheiden, ob Berufung einlegt werden kann.

Die Kartellbehörde wurde von der Spedition CTL Logistics aus Kattowitz darüber informiert, dass PKP Cargo ihre marktbeherrschende Stellung auf dem inländischen Schienengüterverkehrsmarkt missbraucht habe und sich weigerte, Transportdienstleistungen "zu Sonderkonditionen" für CTL Logistics zu erbringen, die spezifische Preisnachlässe auf den Frachttarif von PKP Cargo vorsahen. PKP Cargo sah seine Verkaufsregeln nicht als Hindernis für den Wettbewerb an und berief sich auf eine 2006 eingeführte "Regelung für den Verkauf von Transportdienstleistungen", die es erlaubte, die Zusammenarbeit mit Unternehmen, die als Wettbewerber galten, zu verweigern.

Der Präsident des Amtes für Wettbewerb und Verbraucherschutz teilte diese Argumente nicht. Er kam zu dem Schluss, dass PKP Cargo seine marktbeherrschende Stellung rechtswidrig missbraucht und die Entwicklung des Wettbewerbs blockiert habe. Im Jahr 2015 erließ er eine Entscheidung, in der er einen Gesetzesverstoß feststellte und eine schwere Geldstrafe verhängte. PKP Cargo wandte sich daurauf an das Gericht, dass die Argumente aber nicht teilte.

Schon 2014 endete ein Verfahren zur Behinderung der Tätigkeit von CTL Logistics mit einem rechtskräftigen Urteil, das PKP Cargo zur Zahlung einer Geldstrafe von bis zu 60 Mio. PLN verurteilte.

WKZ, Quelle Puls Biznesu

Zurück

Nachrichten-Filter