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Freitag, 02 November 2018 07:05

Frankreich: Ouibus noch mit Verlusten, aber nach Plan

Ouibus, die Tochtergesellschaft der SNCF für Macron-Busse, hat ihre Verluste im Jahr 2017 reduziert, ist aber immer noch weitgehend im Minus. Nach dem beim Handelsgericht eingereichten Jahresabschluss, den das Wirtschaftsblatt "Les Echos" konsultierte, verzeichnete das Unternehmen 2017 einen Nettoverlust von 36,1 Mio. Euro bei einem Umsatz von 55,3 Mio. Euro. Seit 2013 haben die kumulierten Verluste 165 Mio. Euro erreicht.

Diese Zahlen werden zweifellos die Kritik der beiden Konkurrenten Flixbus und Isilines wieder aufleben lassen, die glauben, dass die SNCF den Wettbewerb verzerre, indem sie die Aktivität von Ouibus unterstützt. Für Ouibus-Generaldirektor Roland de Barbentane entsprechen die Ergebnisse aber den eigenen Erwartungen, dank eines um 45% gestiegenen Geschäftsvolumens und einer deutlichen Kostensenkung. Für 2019 erwartet er das Gleichgewicht.

Mit dem langjährigen Streik der SNCF im Frühjahr brach der Reisebusmarkt im zweiten Quartal Rekorde, mit einem Anstieg der Zahl der beförderten Personen um 40%. Damit hat der Busauslastungsfaktor, eine entscheidende Variable für die Rentabilität, ein historisch hohes Niveau erreicht (durchschnittlich 61%), von dem zweifellos die drei wichtigsten Marktteilnehmer profitiert haben.

WKZ, Quelle Les Echos

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