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Montag, 12 November 2018 07:10

Spanien: EVA verspätet sich

eva

Foto Renfe.

Der Start von EVA, dem kostengünstigen Hochgeschwindigkeitszug, der Anfang des Jahres von der Regierung Rajoy groß angekündigt wurde, wird sich verzögern. Der kostengünstige AVE sollte in den ersten Monaten des Jahres 2019 Madrid mit Barcelona verbinden, um "eine Million Passagiere aus dem Auto aufzunehmen" und die Wettbewerbsfähigkeit von Renfe im Hinblick auf die Liberalisierung des Personenverkehrs zu stärken.

Dieser Termin wird inzwischen sowohl vom Betreiber als auch vom Entwicklungsministerium unter der Leitung von José Luis Ábalos bereits völlig ausgeschlossen, letzterer hält es wiederum für sehr schwierig, vor 2020 in Betrieb zu gehen.

Trotz der Tatsache, dass der Plan vor Monaten auf den Weg gebracht wurde, ist noch nichts geschehen: Weder die Züge der Serie 102, die derzeit nach Málaga, León oder Valladolid fahren, wurden umgebaut, um ihre Kapazität zu erhöhen und die Cafeteria zu beseitigen, noch wurde der Bahnhof El Prat in Barcelona an das neue Angebot angepasst. "Es gab einige interne Konsultationen, einige Kontakte zu Lieferanten, aber es wurde nichts anderes getan. Es wurden keine Fortschritte bei dem Projekt erzielt", erklären interne Renfe-Quellen der Zeitung El Economista.

Nach dem Wechsel der Regierung, der Auswahl einer neuen Führung der Renfe und der Entwicklung eines dreijährigen Strategieplans wurden alle Projekte lahm gelegt, die vom Team des bisherigen Präsidenten Juan Alfaro genehmigt und präsentiert wurden. Zu dieser Zeit war das Projekt EVA noch "nicht definiert" und mit keiner konkreten kurz- und mittelfristigen Planung verbunden. "Der kostengünstige AVE wird in den endgültigen Strategieplan des Unternehmens aufgenommen und mit anderen Projekten verknüpft, die im Rahmen der Liberalisierung des Schienenpersonenverkehrs parallel und komplementär sind", erklären Renfe-Quellen.

Auf der gleichen Linie hat die Renfe unter dem Vorsitz von Isaías Taboas auch jede Art von Allianz oder Verbindung mit der französischen Bahngruppe SNFC ausgesetzt, bevor definiert wird, wie mit der Liberalisierung umzugehen ist.

Talgo Granada - Madrid startet am 26. November

Renfe hat an diesem Mittwoch (07.11.18) die Tickets für den neuen Talgo Granada - Madrid verkauft, der am 26. November seinen Betrieb aufnehmen wird. Die Fahrzeit zwischen Granada und Madrid Atocha beträgt fünf Stunden und acht Minuten.

Der Service Granada - Madrid wird mit einem Talgo-Zug betrieben, der sechs Wagen in der Turista-Klasse und zwei weitere der Preferente-Klasse mit einem Gesamtangebot von 210 Plätzen umfasst. Der Zug verfügt über einen Kantinenwagen, Audio- und Video-Service zur Übertragung von Films und/oder Dokumentationen.

Wie Renfe in einer Pressemitteilung mitteilte, werden die Züge entlang der konventionellen Moreda-Linie fahren und eine einzige Zwischenstation für Reisende am Bahnhof Linares-Baeza (Jaén) haben. Die Inbetriebnahme "ermöglicht es, die direkte Bahnverbindung zwischen Madrid und Granada wiederherzustellen, bis die Ankunft der AVE-Strecke ​​in der Hauptstadt von Granada abgeschlossen ist".

AVE-Anschluss Granada im Juni 2019

Die neue Hochgeschwindigkeitsstrecke nach Granada soll neuesten Angaben zufolge im Juni 2019 eröffnet werden. Neben der AVE-Verbindung Granada - Madrid der Renfe wird das Ministerium für Entwicklung zur Eröffnung einen TAV (Tren de Alta Velocidad)) zwischen Granada, Cordoba und Sevilla einführen. Der neue Dienst würde mit Zügen der Baureihe 104 spanischer Fertigung gestartet, die 250 Stundenkilometer erreichen. Die schon existierende konventionelle Strecke zwischen Granada, Loja und Antequera wird dann weiter ungenutzt bleiben, wie dies seit fast vier Jahren der Fall ist.

WKZ, Quelle El Economista, Europa Press, Granada Hoy

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