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Freitag, 16 November 2018 10:35

Frankreich: Wirbel um Ausschreibung für den CDG-Express

Für die Ausschreibung um den künftigen Betreiber für den CDG-Express, die direkte Verbindung zwischen dem Bahnhof Paris-Est und dem Flughafen Roissy-Charles-de-Gaulle, soll in den nächsten Tagen die Entscheidung fallen. Aber nun kommt Wirbel in das Ausschreibungsverfahren, weil Transdev bei der französischen Wettbewerbsbehörde eine Beschwerde eingelegt hat.

Zwei Kandidaten sind im Rennen, eine Gruppe aus Keolis und RATP Dev auf der einen und Transdev auf der anderen Seite. Für Transdev ist die Wahl des Betreibers für den CDG-Express ein Test für die tatsächliche Öffnung des Eisenbahnmarktes für den Wettbewerb. Laut Transdev hätte das "Duopol" Keolis/RATP Dev durch die Bündelung seiner Kräfte bei der Durchführung dieser Ausschreibung versucht, Wettbewerber davon abzuhalten, in dieses Schutzgebiet zu gelangen. Die Muttergesellschaften von Keolis und RATP Dev (SNCF und RATP) haben bereits jetzt eine Monopolstellung auf dem Schienennetz der Ile-de-France.

Das Klima für diese Ausschreibung hatte sich in den letzten Wochen verschlechtert. Erstmals am 18. Oktober erwartet, wurde die Wahl des Betreibers schließlich um einen Monat verschoben und Verkehrsministerin Elisabeth Borne, ehemalige Chefin der RATP, zog sich in letzter Minute aus der Vergabe dieses Betriebsauftrags zurück, um "jeden möglichen Verdacht auf einen Interessenkonflikt zu vermeiden".

Damit gerät das Verfahren enorm unter Zeitdruck, da der ohnehin schon sehr engen Zeitplan zur Eröffnung vor den Olympischen Spielen 2024 nun gefährdet ist.

WKZ, Quelle Le Monde, Challenges

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Letzte Änderung am Freitag, 16 November 2018 10:23

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