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Freitag, 16 November 2018 12:18

Österreich: Österreichisch-Aserbaidschanische Handelskammer (ataz) lud zum Business Breakfast „Railways & Digitalization“

Am 15. November 2018 lud die Österreichisch-Aserbaidschanische Handelskammer (ataz) gemeinsam mit system7 - rail support zum Business Breakfast „Railways & Digitalization“ in die Rechtsanwaltskanzlei LANSKY, GANZGER + partner (LGP). Die Eisenbahnchefs beider Länder sowie Infrastrukturexperten aus Politik und Wirtschaft trafen einander zum Ideenaustausch über die Zukunft der Eisenbahn und die Stärkung der beiden „Transport-Hubs“ Österreich und Aserbaidschan.

Hauptredner des ataz Business Breakfast war Prof. Bernhard Lichtberger, Gründer und CTO von system7 Railsupport. ataz-Präsident Gerald Gerstbauer und Vorstandsmitglied Gabriel Lansky nutzten den Vormittag auch für die Eröffnung des neuen ataz-Büros, Galeristin Anne-Marie Avramut präsentierte Exponate aus ihrer aktuellen Schau „Sica Art Work“. Der Einladung folgten rund 80 Gäste, darunter ÖBB-Chef Andreas Matthä, Javid Gurbanov (CEO der Aserbaidschanischen Staatsbahn), WKO-Vizepräsident Christoph Matznetter, Michael Angerer (WKO Osteuropa/Zentralasien), Alexander Andreas Schierhuber (Breitspur Planungsgesellschaft), Rovshan Sadigbayli und Javid Nasirli (beide Botschaft Republik Aserbaidschan), Hans Jörg Holleis (system7 – metal technology), Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy, Gerald Ganzger (LGP), Dorothea Gros (Atos) uvm.

Den Standort aufwerten mit Investitionen in Infrastruktur

Die Teilnehmer des ataz Business Breakfast orten großes Potenzial für Österreichs Wirtschaft, wenn es um den Ausbau von Infrastrukturkorridoren geht. Man müsse sich in der EU allerdings eingestehen, dass China „effizienter und schneller in der Planung und Finanzierung“ solcher Vorhaben sei, so WKO-Vizepräsident Christoph Matznetter. Auf das Potenzial des eurasischen Wirtschaftsraums wies auch Rechtsanwalt Gabriel Lansky hin – seine Kanzlei ist seit Jahren in der Region am Kaspischen Meer aktiv. „Aserbaidschan hat sich bereits zu einem wichtigen Hub in der Region entwickelt“. Dabei habe das Land in puncto Wirtschaftsleistung sehr viel mehr als Öl zu bieten, so Bahnchef Javid Gurbanov. Aktuell forciere man den Bahnausbau, um sich als Hub für den Transport zwischen Asien und Europa zu positionieren. So wurden etwa im Jahr 2017 über 1.000km Bahnstrecke erneuert – beinahe zur Gänze mit Technik aus Österreich. Die Österreichischen Bundesbahnen ebenso wie Siemens seien in diesem Zusammenhang wichtige Partner. Die ÖBB reagiert laut Andreas Matthä bereits auf diese Entwicklung und hat den Streckenausbau nach Aserbaidschan bereits auf dem Schirm (momentan gibt es täglich Verbindungen in die Türkei).

Big Data, AI und Automatisierung eröffnen neue Möglichkeiten für die Bahn

Die rasante Entwicklung im Umgang mit Big Data, der Einsatz von Sensoren, von integrierten Schaltungen oder auch von durch künstliche Intelligenz gesteuerten Systemen bringen neue Möglichkeiten für den Bahntransport. So wird in Zukunft laut Prof. Bernhard Lichtberger der Betreiber jederzeit in der Lage sein, den Zustand von Gleis oder Unterbau in einem beliebigen Streckenabschnitt zu prüfen. Folglich kann die Wartung genauer geplant werden. Notwendige Arbeiten können schneller und kostengünstiger erfolgen. Präzision, Effizienz oder längere Lebensdauer seien aber Produkt langjähriger Entwicklungsarbeit, menschlichen Einfallsreichtums, aber auch des maßvollen Umgangs mit verfügbaren Technologien.

Pressemeldung ataz - Österreichisch-Aserbaidschanische Handelskammer

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