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Mittwoch, 21 November 2018 07:10

Spanien: Zugentgleisung durch Erdrutsch bei Barcelona

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Fotos DeleGobCataluna.

Die Entgleisung eines Nahverkehrszuges in Vacarisses im Vorortnetz Rodalies Barcelona hat am frühen Dienstagmorgen (20.11.18) einen Toten und 49 Verletzte gefordert. Der Unfall ereignete sich um 6.15 Uhr morgens und betraf den ersten Zug des Tages mit 133 Personen an Bord. Als er zwischen den Bahnhöfen von Vacarisses und Vacarisses-Torreblanca entlang fuhr, sind vier der sechs Wagen entgleist, weil Steine, Sand und Schlamm auf den Gleisen lagen.

Die in den letzten Wochen häufig erfolgten Niederschläge im Bereich des Unfalls werden als Ursache des Erdrutsches an der Stelle angesehen. Der Abschnitt, in dem der Erdrutsch stattfand, wurde kürzlich mit einem Schutzgitter verstärkt und am Montag mit einer "Sichtprüfung" durch den Infrastrukturverwalter überprüft. Es gab vorher keine besondere meteorologische Warnung.

Das Todesopfer - ein 36-jähriger Mann - wurde außerhalb des Zuges gefunden. Feuerwehrleute haben erklärt, dass wegen des mehrfachen Aufpralls der Wagen an Masten und Geröll mehrere Türen aufgerissen wurden. Fünf Menschen wurden weniger schwer verletzt und 44 leicht verletzt. Einer der Verwundeten ist der Lokführer.

Der katalanische Präsident Quim Torra und der Regionalrat Damià Calvet sind an die Unfallstelle gegangen, um die Situation zu beurteilen. Der Erdrutsch war so groß, dass er das Schutznetz, das den Berg umgibt, durchbrochen und eine Ansammlung von Geröll auf der Schiene verursacht hat.

Tatsächlich ist dies nicht die erste Entgleisung, die an der Stelle stattfand. Im März 2011 und im Januar 2009 gab es ähnliche Unfälle.

Der Minister für öffentliche Arbeiten, José Luis Ábalos, hat im Parlament den Eisenbahnunfall bedauert und den Angehörigen des Opfers das Beileid der Regierung übermittelt. Ein umfassender Bericht über die Verkehrssicherheit werde dem Ministerrat noch vor Ende des Jahres vorgelegt. Dieser Bericht wird die Maßnahmen enthalten, die ergriffen werden müssen, um die Auswirkungen der nach Ansicht des Ministers immer häufiger auftretenden extremen Wettereinflüsse abzumildern. Ábalos wies darauf hin, dass "wir einen neuen Haushalt brauchen, um die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, es reicht nicht aus, den derzeitigen zu verlängern".

WKZ, Quelle El País, Ministerium, Adif, Regierung von Katalonien

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