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Sonntag, 25 November 2018 08:10

Frankreich: Betriebsratswahl der SNCF ohne große Veränderungen

Trotz der Bahnreform und der langfristigen Streiks im Frühjahr hat sich die Gewerkschaftslandschaft der SNCF kaum verändert. Nach den am Donnerstagabend veröffentlichten Zahlen bleibt die CGT mit 34,02% der erhaltenen Stimmen führend, ein sehr leichter Rückgang gegenüber den letzten Wahlen im Jahr 2015 (-0,3 Punkte). An zweiter Stelle steht unverändert die Unsa-Ferroviaire mit 23,96%. SUD-Rail stieg um 0,5 Punkte auf 17,28%, und CFDT sank um 0,8 Punkte auf 14,3%.

Das Ergebnis der Berufswahlen bei der SNCF wurde in einem Kontext der von einer großen Mehrheit der Eisenbahner abgelehnten Bahnreform mit Spannung erwartet, die in diesem Frühjahr zu einem historisch langen Streik führte. Aber am Ende zeigt die Gewerkschaftslandschaft im öffentlichen Unternehmen eine große Stabilität.

Da nur Gewerkschaften mit über 10 % der Stimmen in den Betriebsrat kommen, verteilt sich der Anteil der repräsantiven Gewerkschaften auf CGT (37,99 %), Unsa (26,76 %), SUD (19,229 %) und CFDT (15,96 %). Die beiden radikaleren Gewerkschasften CGT und SUD-Rail besitzen weiterhin zusammen mehr als 50% Stimmenanteil und behalten damit die Möglichkeit, gemeinsam ein Widerspruchsrecht gegen die von der CFDT und Unsa unterzeichneten Vereinbarungen auszuüben.

Die Wahl war durch eine historisch niedrige Wahlbeteiligung von 66,7% gekennzeichnet, was einem Rückgang von 2 Punkten gegenüber 2015 entspricht.

WKZ, Quelle SNCF, Les Echos

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