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Mittwoch, 28 November 2018 11:30

Ukraine: Blockade der Straße von Kerč kann den Getreideexport gefährden

Die kurzzeitig erfolgte Blockade der Straße von Kerč als einem der wichtigen Schifffahrtskanäle für Schwarzmeergetreide durch Russland unterstreicht die Gefahr einer Unterbrechung dieser wichtigen Quelle des globalen Angebots.

Russland hat den Zugang zur Straße von Kerč zwischen dem Asovschen Meer und dem Schwarzen Meer nach den Spannungen mit der Ukraine am Wochenende kurzzeitig unterbrochen, inzwischen aber wieder geöffnet. Die Ukrainischen Getreidevereinigung APK erwartet in diesem Jahr eine Rekordernte.

Die Ukraine zählt zu den größten Mais- und Weizenproduzenten der Welt und liefert Lebensmittel an wichtige Märkte in Europa, dem Nahen Osten und Asien. Sendungen aus den ukrainischen Häfen Mariupol' und Berdjans'k machen zwar nur etwa 5 Prozent der Getreideexporte des Landes aus, aber Exporteure könnten gezwungen werden, andere Wege auf der Schiene oder in andere Häfen zu suchen. Die beiden Häfen liegen am Asovschen Meer und sind auf die Straße von Kerč angewiesen.

Die Getreidevereinigung APK sieht noch keine Gefährdung des Getreidetransports, vermerkt aber: "Jedes Fenster, das für uns geschlossen wird, bedeutet einen höheren Druck auf unsere Infrastruktur, sowohl auf die Seehäfen als auch auf die Eisenbahn. Wir sind bis an die Grenzen gedehnt."

Laut Jevhen Kravcov, Vorsitzender des Vorstands der Ukrzaliznycya, sind die aktuellen Transportpläne auch unter Berücksichtigung des ausgerufenen Kriegsrechts so gestaltet, dass die Auswirkungen auf die Aufgaben im Zusammenhang mit dem Export von Getreide minimiert werden. Auch die Häfen sehen derzeit keine Risiken für die Verringerung des Transportvolumens unter dem Kriegsrechts und der Situation auf dem Asovschen Meer.

WKZ, Quelle Bloomberg, APK

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