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Samstag, 01 Dezember 2018 18:59

Frankreich: Proteste der Gelben Westen führen zu Zerstörungen

Die heutigen Kundgebungen der "Gelben Westen" (gilets jaunes) führten zu großer Beteiligung in ganz Frankreich, aber auch zu brennenden Autos und 2245 Festnahmen in Paris. Um 15.00 Uhr zählte das Innenministerium 75.000 Demonstranten in Paris, aber auch in Gironde, Brest, Toulouse, Montpellier, Lille und Marseille wurde demonstriert.

Am Morgen brachen in Paris auf den Champs-Elysées Kämpfe aus, die sich dann auf andere Teile der Hauptstadt ausweiteten. Es gab mindestens 92 Verletzte und 205 Verhaftete. Viele Fahrzeuge und Gebäude wurden niedergebrannt, Geschäfte geplündert. Die berühmten Kaufhäuser der Grand Boulevards, Galeries Lafayette und Printemps Haussmann, wurden evakuiert.

Vom Opernviertel bis zur prestigeträchtigen Avenue Foch über die Rue de Rivoli wurden in mehreren Bezirken der Hauptstadt Stadtguerilla-Szenen wiederholt, die die Botschaft, die von Zehntausenden von "gelben Westen" an andere Orte in Frankreich getragen wurde, überlagern.

Geboren aus Protesten gegen steigende Treibstoffpreise, versammelt die Protestbewegung der "gelben Westen" ein Stimmengewirr von sozialer Ungerechtigkeit und Misstrauen gegenüber Politikern. Da die Demonstrationen über die solzialen Medien organisiert werden, gibt es auch keine von allen akzeptierten Vertreter.

Sowohl linke als auch rechte Politiker rufen zur Unterstützung auf, teils auch Anhänger der Macron-Bewegung "La République en Marche". Unterstützung gab es sowohl von von der Schauspielerin Brigitte Bardot als auch vom ehemaligen sozialistischen Präsidenten François Hollande. Marine Le Pen vom rechtsextremen Rassemblement National ist ebenso dabei wie Jean-Luc Mélenchon, Chef der linken Bewegung "La France Insoumise".

WKZ, Quelle Le Monde, NZZ, FranceTVInfo

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