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Mittwoch, 12 Dezember 2018 09:26

Dänemark: Arriva betreibt weiter Schienenverkehr in Mittel- und West-Jütland

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Das Ministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen hat am 06.12.18 beschlossen, einem Konsortium bestehend aus Arriva Danmark A/S und Arriva Tog A/S den Auftrag über Schienenpersonenverkehrsdienste zu erteilen, die als öffentliche Dienstleistungen in Mittel- und West-Jütland sowie auf der Svendborg-Bahn von 2020 bis 2028 erbracht werden. Die Vergabe folgt der politischen Einigung über das Angebot im Schienenverkehr, die die Regierung mit einer breiten Mehrheit der politischen Parteien (DF, S, RV, ALT und SF) abgeschlossen hat.

Arriva wird für den Schienenpersonenverkehr im Zeitraum vom 13. Dezember 2020 bis zum 9. Dezember 2028 verantwortlich sein, mit der Option, die Laufzeit um bis zu zwei Jahre zu verlängern. Arriva hat einen Gesamtpreis von rund 1,6 Mrd. DSK (210 Mio. Euro) für 10 Jahre angeboten - es besteht daher die Aussicht auf eine Einsparung von ca. 30% für jeden gefahrenen Kilometer im Vergleich zum aktuellen Vertrag des Ministeriums mit Arriva Tog A/S.

Das Angebot umfasst 10,87 Mio. Zug-km auf folgende Strecken:

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Alle Strecken, die heute von Arriva Tog A / S bedient werden

Zwei neue Strecken (derzeit von DSB bedient):
• Vejle - Struer (einschließlich täglich vier direkte Züge von/nach Kopenhagen)
• Odense - Svendborg

Zwei Optionen:
• Tønder - Niebüll (in Zusammenarbeit mit der deutschen NAH.SH)
• Varde - Nørre Nebel (neu in Zusammenarbeit mit Sydtrafik)

Andererseits wird die ehemals bediente Strecke Skjern - Holstebro auf die Region Midtjylland übertragen. Mit der Übergabe werden drei Züge Lint 41 sowie Subventionen für Betrieb und Ersatzteile während der gesamten Betriebsdauer berücksichtigt.

Das Servicelevel wird unverändert bleiben, da die Anzahl der Abfahrten und die Anforderungen an Pünktlichkeit und Kundenzufriedenheit aus dem laufenden Vertrag übernommen werden. Mit dem Inkrafttreten des neuen Vertrages im Dezember 2020 wird Arriva weiterhin mit dem bekannten blauen Lint-Triebwagen fahren. Um die neuen Strecken zu bedienen, wird Arriva auch 20 Desiro-Züge vom Staat und der DSB übernehmen.

Die Auftragsvergabe an Arriva steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung der entsprechenden Unterlagen im Finanzausschuss des Folketing.

Das Ministerium hat drei Angebote erhalten. Der Zuschlag erfolgt nach den Vorgaben und richtet sich an den Bieter, der den im Vertrag angegebenen niedrigsten Preis angeboten hat.

Es gibt nun eine Stillhaltefrist von zehn Tagen bis zum 17. Dezember 2018.  

WKZ, KAR, Quelle Ministerium, Arriva

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Letzte Änderung am Mittwoch, 12 Dezember 2018 12:39

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