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Freitag, 14 Dezember 2018 07:10

Spanien: Landesweiter Streik der Eisenbahner zur Weihnachtszeit

Einseitig ausgerufene Mobilisierungen der spanischen Gewerkschaften CC OO, CGT und Sindicato de Circulación Ferroviaria werden um Weihnachten an den Tagen der Abfahrten und Rückfahrten den Eisenbahnverkehr der Renfe und den Infrastrukturverwalter Adif stören.

Konkret hat CC OO (Confederación Sindical de Comisiones Obreras) am Freitag, den 21. Dezember und Montag, den 7. Januar, einen 24-Stunden-Streik ausgerufen, während die Gewerkschaft CGT (Confederación General del Trabajo) einen 23-Stunden-Streik ebenfalls für den 21. Dezember geplant hat. Am selben Freitag, dem 21. Februar, dem Abfahrtstag in die Weihnachtsferien, wird die Gruppe der Eisenbahnkontrolleure (colectivo de controladores ferroviarios) von Adif ebenfalls aufgefordert, einen Tag der Teilunterbrechungen zu unterstützen, der vom Sindicato de Circulación Ferroviaria ausgerufen wurde.

Weitere Mobilisierungen von Teilen des Eisenbahnsektors sind angekündigt. Die Mobilisierungen wurden aufgerufen, da die neuen Tarifverträge der beiden öffentlichen Eisenbahngesellschaften zur Verhandlung geöffnet wurden und nahe der nächsten Gewerkschaftswahlen, die im März für die beiden Betreiber stattfinden werden.

Die CC OO fordert die Umsetzung eines mehrjährigen Personalplans bei Renfe und Adif, "der es ihnen ermöglicht, ihre Arbeitskräfte zu erneuern und zu verjüngen sowie ihr Geschlechtergleichgewicht zu verbessern", da kaum 13% der Mitarbeiter dieser Unternehmen Frauen sind. Sie verurteilt insbesondere bei Adif den "Personalmangel" zur Abdeckung von Arbeitsschichten in den Zugbeeinflussungsposten.

Die CGT ihrerseits kritisiert die mangelnde Verhandlungsbereitschaft der öffentlichen Unternehmen und fordert die Anwendung der Arbeitszeitverkürzung auf 37,5 Stunden pro Woche und eine größere Zahl von Einstellungen neuer Arbeitnehmer durch Jobangebote. Sie fordert ferner, dass das Projekt zur Fusion von Adif und Renfe wieder in Angriff genommen wird, um angesichts der bevorstehenden Öffnung des Eisenbahnverkehrs für den Wettbewerb und der Ausarbeitung eines Plans für das Frachtgeschäft über eine "starke" öffentliche Eisenbahnholding zu verfügen.

In Renfe und Adif sind auch die Gewerkschaften UGT, Sindicato Ferroviario und die Lokführergewerkschaft Semaf vertreten.

WKZ, Quelle Cinco Días

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