english

Freitag, 14 Dezember 2018 14:38

Italien: Kosten/Nutzen-Analyse zum Terzo Valico spricht für Weiterbau

terzio

In einer am Nachmittag des 13. Dezember 2018 auf seinem Facebook-Profil veröffentlichten Nachricht kündigte der italienische Verkehrsminister Danilo Toninelli den Abschluss der Analyse zum Kosten/Nutzen-Verhältnis der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke über den Terzo Valico zwischen Genua und Mailand an: Die Kosten würden den Nutzen übertreffen, aber die Aufgabe des Projekts würde noch mehr kosten. Die Arbeiten werden also weitergehen, denn die Verbindung dient auch dem Hafen Genua.

Wie so oft, verteilt der Verkehrsminister über sein Facebook-Profil wichtige institutionelle Entscheidungen und hat angekündigt, dass die Baustellen über den Terzo Valico bis zum Abschluss der Arbeiten weitergeführt werden. "Nach wochenlanger Studie und Berechnungen durch das Ministerium, bin ich hier, um Ihnen das Ergebnis und die Entscheidung über eine der Infrastrukturen mitzuteilen, die wir ordnungsgemäß untersucht haben: den Terzo Valico dei Giovi", beginnt Toninelli, der dann eine Bilanz zieht: "Insgesamt kostet der Terzo Valico 6,2 Mrd. Euro, von denen 1,5 Mrd. bereits ausgegeben wurden. Vier von sechs Losen sind im Bau. Das erste Los liegt bei fast 90%, die anderen bei 60% bis 20%. Für das fünfte Los haben die Arbeiten nicht begonnen, das sechste ist noch nicht finanziert".

Die Kosten der fertigen Arbeit, diskontiert auf 30 Jahre, würden die Vorteile um 1,576 Mrd. Euro übersteigen. Innerhalb dieser Summe gibt es verschiedene Positionen, zum Beispiel geringere Einnahmen der Autobahnkonzessionäre oder 905 Mio. Euro Verbrauchsteuern auf Benzin, die der Staat aufgrund der Verkehrsverlagerung von der Straße auf die Schiene nicht einziehen würde.

Zusätzlich zur rein finanziellen Analyse hat das Ministerium eine rechtliche Analyse durchgeführt, die die Kosten einer Einstellung der Arbeiten bewertet. Dazu erklärt der Minister: "Wenn wir vorsichtig bleiben, haben wir es bereits mit geschätzten einer Milliarde Kosten zu tun, die sich aus einem möglichen einseitigen vertraglichen Rückzug ergeben, zu denen etwa 200 Mio. für die Wiederherstellung der Bauplätze hinzukommen".

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass "die Gesamtkosten des Rückzugs vom Projekt etwa 1,2 Mrd. Euro an öffentlichen Geldern betragen würden. Folglich kann der Bau nur stattfinden. Aber das bedeutet nicht, ihn so zu vollenden, wie geplant, sondern die Arbeit im Hinblick auf ihre Ziele effizienter zu gestalten".

Konkret bedeutet für Toninelli die Verbesserung der Arbeit, den Anschluss zum Hafen von Genua zu verbessern und die Hinterlandanbindung in Alessandria voll funktionsfähig zu machen.

WKZ, Quelle Ministero delle Infrastrutture e dei Trasporti, Trasporto Europa

Zurück

Nachrichten-Filter