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Montag, 17 Dezember 2018 12:53

Schweiz: Lohnverhandlungen AB und FWB gescheitert

Die Lohnverhandlungen zwischen den beiden Bahnunternehmen AB und FWB und der Gewerkschaft SEV haben zu keiner Einigung geführt. Zu mickrig waren die Angebote der Verwaltungsräte. Gemäss Firmen-GAV entfällt damit die Friedenspflicht per sofort. Das Personal macht seinen Unmut nun öffentlich.

Die Appenzeller Bahnen (AB) stecken mitten in einem Modernisierungsprozess: Neue Fahrzeuge, Durchmesserlinie, neuer Tunnel, und so weiter. Es wird mit grosser Kelle angerichtet. Nur beim Personal wird geknausert. Und das obschon es die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind, die mit ihrem tagtäglichen Einsatz und einem hohen Mass an Flexibilität sicherstellen, dass der Betrieb reibungslos funktioniert und die Kundinnen und Kunden zufrieden an ihr Reiseziel gelangen.

Seit sechs Jahren haben die Appenzeller Bahnen keine generelle Lohnerhöhung mehr gewährt. Im Jahr 2018 beträgt die Teuerung voraussichtlich 1.0%. Nicht einmal diesen Nettolohnverlust will der Verwaltungsrat der AB ausgleichen, sondern lediglich 1.0% für individuelle Anstiege gemäss Lohnsystem bereitstellen.

Ähnlich ist die Ausgangslage bei der Frauenfeld–Wil-Bahn (FWB). Auch dort wurde in den letzten Jahren – erfreulicherweise – in Infrastruktur und Rollmaterial investiert, beim Personal aber gespart: Die Dienstpläne des Personals wurden gestrafft und die Belastung durch eine dünne Personaldecke massiv verschärft. Doch auch bei der FWB: seit sechs Jahren keine generelle Lohnerhöhung. Trotzdem und trotz der Teuerung von einem Prozent, will der Verwaltungsrat für 2019 nur 0.5% generell + 0.5% individuell gewähren. Das Personal hat dieses Angebot als ungenügend taxiert.

Jetzt reicht es den Mitarbeitenden! Die beiden SEV-Sektionen der AB und der FWB haben das Angebot ihres Verwaltungsrates abgelehnt. Damit entfällt die im Firmen-GAV verankerte Friedenspflicht, und der Weg steht offen für Protestaktionen. Das Personal wird seinem Unmut über die verfehlte Lohnpolitik der AB und der FWB nun öffentlich Ausdruck verleihen.

Pressemeldung SEV

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