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Mittwoch, 19 Dezember 2018 13:37

Niederlande: Erste Probefahrt mit einer selbstfahrenden Lokomotive

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Fotos Infrastrukturministerium, ProRail.

Heute (19.12.18) führte ProRail in Zusammenarbeit mit Alstom und Rotterdam Rail Feeding (RRF) den ersten Testlauf mit einer autonom fahrenden Lokomotive durch. Anwesend waren Infrastrukturministerin Cora van Nieuwenhuizen und ProRail-Direktor Pier Eringa.

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 Je nach gewähltem Automatisierungsgrad können die Aktionen des Lokführers teilweise oder vollständig automatisiert sein (ATO = Automatic Train Operation). Es gibt vier verschiedene Automatisierungsgrade:

• Automatisierungsgrad 1: Manueller, kontrollierter Betrierb.
• Automatisierungsgrad 2: Automatische Beschleunigungs- und Bremsvorgänge.
• Automatisierungsgrad 3: Fahrerloser Betrieb mit Personalbegleitung.
• Automatisierungsgrad 4: Betrieb ohne Personal im Zug.

Zwei Versuche mit ATO sind kurzfristig geplant. Ein Versuch auf der Betuweroute mit dem Güterbetreiber RRF und ein Versuch in der Provinz Groningen mit Personenverkehr zusammen mit Arriva. Ziel ist es, zu bewerten, was ATO für den Kapazitätsausbau im regionalen Schienennetz bedeutet.

Lokführer und Disponenten sind eng in die Tests eingebunden. Obwohl der Zug in Zukunft automatisch fahren kann, bedeutet dies nicht, dass der Zug ohne Lokführer fährt. Die Tests umfassen den Grad der Automatisierung 2, bei dem ein Lokführer im Zug sitzt.

Neben den Tests auf der Betuweroute und in Groningen führt Pro Rail Computersimulationen unter konstruktiven und virtuellen Bedingungen durch. Hauptziel ist es, mit den Tests Kenntnisse über Pünktlichkeit, Sicherheit und die Frequenz von Zugbewegungen zu erlangen. Die gewonnenen Erkenntnisse werden weitgehend weitergegeben, um die Entwicklung selbstfahrender Züge zu beschleunigen.

WKZ, Quelle Pro Rail

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