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Freitag, 21 Dezember 2018 07:10

Polen: Korridor Podłęże - Piekiełko / Chabówka - Nowy Sącz kann nach Beschwerdeverfahren gebaut werden

Die Nationale polnische Beschwerdekammer (Krajowa Izba Odwoławcza) hat am 18.12.18 Grünes Licht für die Vorbereitungsarbeiten zum Bau einer neuen Bahnstrecke Podłęże - Piekiełko sowie die Modernisierung der bestehenden Strecke Chabówka - Nowy Sącz gegeben, indem sie die Beschwerde der AECOM Polska Sp. z o.o. bezüglich der Auswahl des Konsortiums Egis Rail durch den polnischen Infrastrukturverwalter PKP Polskie Linie Kolejowe SA (PKP-PLK) ablehnte. Laut PKP PLK soll der Vertrag mit Egis Rail deshalb schon im Januar 2019 unterzeichnet werden.

plk

Grafik Infrastrukturministerium.

Im Ausschreibungsverfahren hatten zwei Konsortien Angebote abgegeben: Ein Konsortium aus Egis Rail SA (Frankreich), Egis Poland und MGGP Tarnów machte ein Angebot über 221,4 Mio. PLN (51.6 Mio. Euro), während AECOM Polska Sp z o.o. eines für 208,5 Mio. PLN (48,6 Mio. Euro) abgab. PKP-PLK entschied sich für das Egis-Angebot, das aber im Beschwerdeverfahren dreimal zurückgestellt werden musste.

Die Vorarbeiten, die Gegenstand dieser Ausschreibung sind, enthalten die erste Phase der seit vielen Jahren angekündigten Investition. Dazu gehört die Erstellung der Planungsunterlagen für den Bau der Eisenbahnstrecke Podłęże - Szczyrzyc - Tymbark/Mszana Dolna sowie die Modernisierung der bestehenden Strecke 104 Chabówka - Nowy Sącz. Der Auftragnehmer stellt PKP PLK die für den Grundstückskauf und die Ausführung von Bauarbeiten erforderlichen Studien zur Verfügung (Programm- und Raumkonzept, Bau- und Ausführungspläne sowie Verwaltungsentscheidungen einschließlich Standort-, Bau-, Wasser- und Rechtsgenehmigungen). Er wird auch Ausschreibungsmaterialien erstellen, die für die Bekanntgabe von öffentlichen Bauvorhaben erforderlich sind.

Die 75 Kilometer lange Strecke zwischen Chabówka und Nowy Sącz wird im Rahmen der Investition modernisiert. Es wird eine kilometerlange Überführung und zwei Tunnel mit einer Gesamtlänge von 5,8 km geben. Die Strecke wird auf eine Geschwindigkeit von 120 km/h angepasst. Außerdem wird es eine 58 km lange Neubau-Strecke geben, die Podłęże mit Tymbark und Mszana Dolna verbindet, wo die Züge Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h erreichen können. Der Wert des Projekts wird auf über 7 Mrd. PLN (1,63 Mrd. Euro) geschätzt.

Nach den im Rahmen der Studie durchgeführten Analysen wird die Umsetzung des Projekts eine komfortable Fahrt auf der Strecke Kraków - Zakopane in weniger als 2 Stunden und auf der Strecke Kraków Główny - Nowy Sącz in weniger als 1 Stunde ermöglichen.

Die Investition wird auch erhebliche Auswirkungen auf den Güterverkehr auf der Schiene haben. Das erweiterte Netz wird günstige Transportbedingungen zwischen Süd- und Nordeuropa auf der Ostsee-, Balkan- und Schwarzmeerachse schaffen und die Schwerlastgüterlinien Oberschlesiens entlasten. Es wird auch eine Lücke im ergänzenden TEN-V-Netz schließen und ist ein wichtiger Bestandteil des vorgeschlagenen transeuropäischen Verkehrskorridors XI "Amber Road" (Bernsteinstraße).

WKZ, Quelle Infrastruktuministerium, Twój Sącz

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Letzte Änderung am Donnerstag, 20 Dezember 2018 21:34

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