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Freitag, 28 Dezember 2018 10:43

Großbritannien: Eisenbahn zeigt größte Unpünktlichkeit seit 13 Jahren

Die Verspätungen auf dem britischen Schienennetz haben in diesem Jahr den höchsten Stand seit 13 Jahren erreicht. Fast 15 Prozent der Züge - etwa jeder siebte - unterschritten den Pünktlichkeitswert "Public Performance Measure" (PPM), der sich aus dem Prozentsatz der Züge ergibt, die innerhalb von fünf Minuten nach der geplanten Ankunftszeit bzw. innerhalb von zehn Minuten im Fernverkehr ihr Endziel erreichen.

Eine Analyse der Zahlen des ORR durch die Nachrichtenagentur Press Association zeigt einem Bericht der Times zufolge, dass der Jahresdurchschnitt mit nur 85,4 Prozent den schlechtesten Stand seit September 2005 erreicht hat. Dazu führten sowohl die katastrophalen Fahrplanfehler dieses Sommers sowie Streiks, Signalausfälle und extreme Wetterbedingungen. Die Hitzewelle im Juni führte zu Verwerfungen der Schienen und die Winde des Sturms Diana im November erforderten Geschwindigkeitsbeschränkungen in ganz Großbritannien.

Die Bahntarife werden im nächsten Monat um 3,1 Prozent steigen. "Angesichts der wieder steigenden Bahntarife können die Fahrgäste von der Bahnindustrie erwarten, dass sie 2019 einen zuverlässigeren und preiswerteren Service anbietet", sagt Anthony Smith, Chief Executive der Fahrgastbeobachtungsstelle Transport Focus.

Robert Nisbet, Regionaldirektor der Rail Delivery Group, sagte: "Wir haben eine der am stärksten überlasteten Eisenbahnen in Europa, was bedeutet, dass Vorfälle wie die Hitzewelle im Sommer und Störungen durch neue Fahrpläne größere Auswirkungen haben. Die Bahnindustrie liefert beispiellose Investitionen, um die Kapazität zu erhöhen und den Druck auf die verkehrsreichsten Teile der Bahn zu verringern."

An dieser Stelle sei ergänzt, dass britische Bahnreisende mit 85,4% Pünktlichkeit noch deutlich besser dran sind als die Kunden der DB mit nur 74,6%.

WKZ, RL, Quelle The Times

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Letzte Änderung am Freitag, 28 Dezember 2018 11:32

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