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Sonntag, 30 Dezember 2018 16:53

Griechenland: OSE will Personal zurückholen

Im Zuge der griechischen Finanzkrise war eine der wesentlichen Auflagen der Geldgeber, dass der öffentliche Dienst verkleinert wird. Gedacht war hierbei an eine effektivere Administration, nicht an die Entlassung oder Versetzung von "produktiven" Mitarbeitern wie Lokführer, Busfahrer, Stellwerker oder Steuerfahnder in völlig andere öffentliche Bereiche, was schlußendlich doch eingetreten ist und häufig für die Betroffenen mit erheblichen finanziellen Einbussen verbunden war.

Anfangs wurde das von den EU-Gremien beklagt, durchgesetzt hat man sich dabei aber nicht.

Eines der ganz wesentlichen Probleme der griechischen Bahn ist das Fehlen von qualifiziertem Personal. Das liegt zum einen an den besagten Ausstellungen bzw. Versetzungen, zum anderen auch an einer über Jahre hinweg völlig vernachlässigten Personal (-Ausbildungs) -Politik.

Wie mehrere Zeitungen berichten, will das Management von OSE jetzt dafür sorgen, dass dieses Personal zurückgeholt wird. Ähnliches hört man auch von den Nahverkehrsbetrieben in Athen und Thessaloniki. Eine gesetzliche Grundlage ist gegeben.

Es ist in diesem Zusammenhang wieder erschreckend zu sehen, wie der öffentliche Verkehr in Griechenlang ruiniert wurde. Bleibt zu hoffen, dass die Personalplanung in Zukunft nachhaltiger sein wird.

Prof. Dr. Johannes Schenkel

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