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Mittwoch, 02 Januar 2019 11:58

Dänemark: Sturm Alfrida verursacht Bahnunfall mit sechs Toten auf der Storebæltsbroen [Update]

Um 7.45 Uhr ereignete sich heute (02.01.19) bei zwei sich begegnenden Zügen ein Unfall auf der Westbrücke der Verbindung über den Großen Belt (Storebæltsbroen). Die Polizei hat bisher sechs Todesfälle gemeldet, 16 Personen wurden verletzt. Die DSB kann bestätigen, dass die drei Zugbegleiter an Bord nicht betroffen sind. Im Zug befanden sich 131 Fahrgäste.

stbr

Grafik WKZ.

Dänische Medien berichteten, dass Güter eines entgegenkommenden Güterzugs, der Bierkisten geladen hatte, einen Personenzug aus zwei IC4-Einheiten trafen, der darauf bremsen musste.  

Wie die Unfalluntersuchungsstelle (Havarikommisionen) am Mittag mitteilte, könnte ein Sattelauflieger am erste Wagen hinter die Lok den Unfall ausgelöst haben. Es ist wahrscheinlich, dass der leere Trailer abgerissen wurde und auf der Strecke liegen blieb oder den entgegenkommenden Personenzug in die Seite getroffen hat. Bo Haaning, stellvertretender Leiter der Unfalluntersuchungsstelle, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur Ritzau: "Man sieht  einen Trailer, der vom Güterzug umgekippt oder runtergefallen ist. Ob er den Zug vorne oder in der Seite getroffen hat, wissen wir nicht."

Der Polizeiinspekteur Lars Bræmhøj von der Polizei von Fyns bestätigte auf einer Pressekonferenz, dass von einem Güterwagen gestürtzte Teile den Personenzug getroffen haben: "Wir wissen immer noch nicht genau, was der Grund ist, aber wir können bestätigen, dass einige Güter von einem Wagen gekippt waren und den entgegenkommenden Zug  getroffen haben." Es war ein Güterzug von DB Cargo mit Mehrwegverpackungen auf dem Weg von Høje Taastrup zur Carlsberg-Brauerei in Fredericia.  

Ministerpräsident Stefan Löfven (S) schreibt auf Twitter: "Schreckliches Zugunglück auf der Storebæltsbroen in Dänemark infolge des Sturms Alfrida. Unsere Gedanken sind bei den Verletzten und bei den Familien und Angehörigen des Verstorbenen." Im Zusammenhang mit den beiden durch den Sturm verursachten Vorfällen - dem Zugunfall und einem erhöhten Wasserstand - hat der Nationale Einsatzstab die nationalen Notfallbehörden zu einem Treffen einberufen.

Der gesamte Zugverkehr zwischen Korsør und Nyborg wurde eingestellt. Die Unfalluntersuchungsstelle und die Sonderuntersuchungsabteilung der DSB sind auf dem Weg zur Schadensstelle. Für den Rest des Tages wird die Verbindung am Mittwoch unterbrochen bleiben. Die Oberleitung ist schwer beschädigt und man hofft, am Donnerstag den Zugverkehr über den Großen Belt wieder aufnehmen zu können.

Die Polizei von Fyn hat einen Treffpunkt für die unverletzten Fahrgäste aus dem Zug im Sportzentrum Nyborg Idrætscenter, Storebæltsvej 13-14, Nyborg, eingerichtet, wo sich Psychologen um die Fahrgäste kümmern. Angehörige von Fahrgästen können sich unter 114 an die Polizei von Fyns wenden.

Es wird berichtet, dass es für Polizei und Rettungsdienste aufgrund des Wetters schwierig war, den Unfallort zu erreichen. Die Öffentlichkeit wurde gebeten, Platz für Rettungsfahrzeuge zu lassen, und die Brücke wurde wegen des starken Windes zuvor für den Autoverkehr gesperrt.

WKZ, Bengt Dahlberg, Quelle DSB, Havarikommisionen

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