Diese Seite drucken
Dienstag, 08 Januar 2019 08:58

Dänemark: Transportbehörde warnt vor ungenügend gesicherten Sattelaufliegern

Nach dem Unfall auf der Westbrücke der Verbindung über den Großen Belt (Storebæltsbroen) - bei der acht Todesopfer zu beklagen waren, als bei Sturm ein sich von einem Güterwagen lösender Sattelauflieger auf einen entgegenkommenden Personenzug aus zwei IC4-Einheiten traf, deuten erste Hinweise darauf hin, dass der Sattelauflieger unzureichend befestigt war. Die Transport-, Bau- und Wohnungsbehörde (Trafik-, Bygge- og Boligstyrelsen) hat deshalb am 05.01.19 eine Warnung vor der Verwendung von "Taschenwagen" (Huckepackwaggons) zur Beförderung von Sattelaufliegern herausgegeben, einschließlich - aber nicht beschränkt auf - Wagen des Typs Sdggmrs, die mit jeglicher Art von Sattel/Schemel ausgestattet sind.

Diese Warnung erfolgt auf der Grundlage eines Hinweises der Unfalluntersuchungsstelle (Havarikommissionen). Die Warnung basiert auf der Tatsache, dass ein mögliches Risiko gegeben ist, dass der Sattelauflieger während des Transports nicht am Sattel/Schemel verriegelt ist.

Der dänischen Transportbehörde konnte nicht der Nachweis erbracht werden, dass sich dieses Risiko auf eine bestimmte Art von "Taschenwagen", eine bestimmte Art Sattel/Schemel oder eine Kombination davon beschränkt. Auf dieser Grundlage gibt der Vorstand diese Warnung heraus.

Der Vorstand fordert die Spediteure auf, zusätzliche Kontrollen durchzuführen, indem sie den Verriegelungsmechanismus sichern, wenn Sattelauflieger auf Güterwagen montiert werden.

Der Vorstand beginnt nun zu klären, ob sich dieses Risiko auf bestimmte Typen von Güterwagen oder bestimmte Arten von Sattel/Schemel beschränkt.

Diese Warnung gilt für das gesamte dänische Eisenbahnnetz, unabhängig davon, ob die Waren im Transit befördert werden oder nicht.

Die Carlsberg-Brauerei, die ihr Bier und Leergut mit Sattelaufliegern im Huckepackverkehr zwischen der Produktionsanlage in Fredericia und dem Depot in Kopenhagen transportieren lässt, ist inzwischen auf den LKW-Transport umgestiegen.

WKZ, Michael Laudahn, Quelle Trafik-, Bygge- og Boligstyrelsen, Carlsberg

Zurück