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Freitag, 11 Januar 2019 07:00

Spanien: Renfe eröffnet ein drittes Auslandsbüro in Brüssel

Der spanische Bahnbetreiber Renfe wird seinen Kampf gegen die Liberalisierung des AVE-Verkehrs in Spanien in die belgische Hauptstadt verlagern. Zu diesem Zweck wird Renfe ein Büro in Brüssel einrichten, von dem aus ein engerer Kontakt zu den Verantwortlichen in der Europäischen Union und eine Lobbyarbeit bei den Gesetzgebungsorganen möglich sein wird.

Ziel dieser Entscheidung ist es vorerst, "eine Art Vertretung in der Europäischen Union zu haben, zu erfahren, was dort geschieht, und die Entscheidungsfindung zu beeinflussen". In den kommenden Monaten werden offizielle Sprecher hinzukommen, weitere Details werden bekannt gegeben.

Wie El Independiente berichtet, will die Renfe über die CER (Communiy of European Railway and Infrastructures Companies) Einfluss nehmen, um die im vierten Eisenbahnpaket vorgeschlagene Liberalisierung abmildern zu können.

Das Unternehmen verfügt bereits über Büros in London und Texas, so dass die belgische Stadt der dritte Standort außerhalb Spaniens sein würde. Im Vereinigten Königreich ist Renfe als Partner von MTR aus Hong Kong präsent, mit dem in Zukunft das britische Hochgeschwindigkeitsnetz HS2 verwaltet werden könnte. In den Vereinigten Staaten kümmert sich Renfe of America um das Hochgeschwindigkeitsprojekt in Texas. Obwohl es in Saudi-Arabien kein eigenes Büro gibt, gibt es dort eine große Delegation, die das dortige Hochgeschwindigkeitsprojekt leitet.

"Das Brüsseler Büro wird unter anderem mit Mitarbeitern besetzt sein, die in London anwesend sind. Diese unterstehen der Direktion International, die wiederum Teil der Generaldirektion Strategie ist. Ob der Infrastrukturbetreiber Adif auch in den Gemeinschaftsinstitutionen vertreten sein wird, ist noch nicht bekannt.

WKZ, Quelle El Independiente

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