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Dienstag, 15 Januar 2019 07:00

Spanien: Der letzte lokbespannte Fernzug der Renfe könnte bald Geschichte sein

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Tageszug nach Bilbao 2003 als Arco-Vorläufer bei Ausfahrt aus dem Bahnhof A Coruña. Foto Helge Deutgen.

Der letzte Fernzug mit konventionellen Waggons, den der spanische Bahnbetreiber Renfe in Betrieb hält, sieht seinem Ende entgegen. Es ist der Intercity Camino de Santiago, der das Baskenland und Galicien verbindet. Die Renfe erwägt, den Zug zu ersetzen, wobei noch nicht feststeht, wann und wodurch.

Dieser Fernverkehr ist der letzte, den Renfe mit Arco-Zügen betreibt. Der Arco Camino de Santiago wurde 2008 auf dieser Linie vorgestellt. Der andere konventionelle Zug, der in der Flotte der Eisenbahngesellschaft verkehrte, war der Garcia Lorca zwischen Barcelona und Almeria, der 2011 in den Ruhestand versetzt und durch einen Triebzug ersetzt wurde.

Die Wahl des Nachfolgemodells ist noch unklar. Wenn Renfe sich für einen Zug vom Typ Alvia entscheidet, werden die Nutzer einen verbesserten Fahrkomfort mit mehr Platz und besserer Ausstattung haben, aber die Preise für Tickets könnten steigen. Wenn sich die Verantwortlichen des Unternehmens dagegen für ein Fahrzeug entscheiden, wie es beispielsweise für den Mittelstreckenverkehr eingesetzt wird, wird der Service für die Fahrgäste reduziert, da diese Züge weniger Platz zwischen den Sitzen und keinen Kantinenbetrieb haben.

Der Arco Camino de Santiago ist der einzige Zug, der seit der Absetzung eines Nachtzuges im Jahr 2014 auf der Strecke zwischen dem Baskenland und Galicien verkehrt. In Galizien fährt er täglich gleichzeitig von A Coruña und Vigo ab und trifft in Ourense aufeinander. Am anderen Ende der Strecke fahren die Zugenden in Bilbao und Hendaye ab und treffen in Miranda de Ebro aufeinander.

WKZ, Quelle La Voz de Galicia

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Letzte Änderung am Montag, 14 Januar 2019 21:51

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