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Freitag, 18 Januar 2019 10:18

Frankreich: Absichtserklärung zum Verkehrsvertrag zwischen Region PACA und SNCF

Renaud Muselier, Präsident der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, und Guillaume Pepy, Präsident der SNCF, haben am 17.01.19 die Absichtserklärung für das künftige Abkommen über den Betrieb von TER-Diensten in der Region Süd 2019-2023 unterzeichnet. Der künftige Vertrag wird den gewählten Regionalvertretern auf der nächsten Vollversammlung des Regionalrats am 15. März zur Abstimmung vorgelegt.

"Dieses Protokoll ist gefüllt mit vielen Verpflichtungen, uns besser auf die Öffnung für den Wettbewerb vorbereiten zu müssen. Wir werden natürlich ein Kandidat für die Ausschreibungen sein, die von der Region durchgeführt werden, nicht um an ihnen teilzunehmen, sondern um sie zu gewinnen!" sagte Guillaume Pepy.

Die Absichtserklärung sieht Folgendes vor:

Pünktlichkeit im TER-Betrieb
Die SNCF will die Pünktlichkeit der Züge bis 2020 von 82% auf 90% verbessern und die Anzahl der ausgefallenen Züge auf weniger als 500 zu reduzieren. Die Vereinbarung sieht auch Sanktionen für den Fall vor, dass die Fahrpläne nicht eingehalten oder die Züge nicht sauber gehalten werden, einen Bonus-Malus von +/- 4 Mio. Euro in Verbindung mit der Pünktlichkeit und der Fahrgastinformation sowie Strafen für ausgefallene Züge.

Erhöhtes Verkehrsangebot zur Entwicklung des regionalen Territoriums
Die Region und die SNCF stellen das TER-Angebot in den Mittelpunkt des neuen ZOU-Netzwerks und bilden damit den Hauptrahmen mit drei großen Fortschritten: Verbesserung des Angebots, insbesondere ab 2019 mit 4 Zügen pro Stunde auf den Strecken Cannes - Nizza - Monaco, Marseille - Toulon, Marseille - Miramas und ab 2022 Marseille - Aix-en-Provence, den Erwerb von 5 neuen, komfortableren und effizienteren REGIOLIS-Zügen und die Stärkung der TER-Koordination mit regionalen Bussen und Stadtnetzen.

Steigerung der Fahrgastzahlen
Die Verbesserung der Servicequalität, die Neugestaltung des regionalen Angebots im Jahr 2019 sowie die Einführung von "multimodalen Pässen" im Jahr 2020 im Var et les Alpes-Maritimes, ähnlich dem Ballungsraum Aix-Marseille-Provence, soll eine Steigerung des Verkehrs um ca. 10% bewirken.

Präsenz der Stationen für einen besseren Service für die Nutzer
Ein neuer Dienst für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität, "TER ACCESS", wird 2019 eingeführt. Die Mitarbeiter der SNCF stehen in Kontakt mit den Nutzern, indem sie an stark frequentierten Bahnhöfen präsent sind, um Informationen bereitzustellen, Tickets zu verkaufen oder den Zugang der Fahrgäste zu erleichtern.

Ein sicheres Netzwerk, in dem der Benutzer unbesorgt unterwegs ist
Die Bemühungen der Region seit 2016, die Zahl der Bahnpolizisten zu verdreifachen, haben zu Ergebnissen geführt und werden fortgesetzt, um sicherzustellen, dass die Nutzer unbesorgt reisen können. Die SNCF-Teams an Bord der Züge werden in sensiblen Bereichen (Marseille-Aix und Grasse-Cannes-Nizza) durch Mediatoren ergänzt.

Geringere Kosten für die Region
Die Region und die SNCF haben sich auf einen finanziellen Kurs geeinigt, der - getragen vom industriellen Wandel der SNCF - von 276,75 Mio. Euro im Jahr 2019 auf 255 Mio. Euro im Jahr 2023 sinken soll, was einem Rückgang von 22 Mio. Euro über 5 Jahre bei gleichbleibender Servicequalität entspricht. Gleichzeitig wird die Region während der Laufzeit des Abkommens einen Investitionsanteil von 104 Mio. Euro übernehmen.

Vorbereitung auf die Öffnung für den Wettbewerb
Die Vereinbarung wird einen stabilen vertraglichen Rahmen zur Vorbereitung auf die im TER-Gesetz vorgesehene Öffnung für den Wettbewerb bieten. Das Verfahren kann 2020 eingeleitet werden, für den Abschluss der ersten Verträge im Jahr 2021 und den Beginn neuer Eisenbahnverkehrsdienste Ende 2022. Die SNCF hat angekündigt, dass sie selbstverständlich an diesen Ausschreibungen teilnehmen wird.

WKZ, Quelle SNCF/Region PACA

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