
Foto Archiv Škoda Transportation.
Vor genau 30 Jahren, am 18. Januar 1989, wurde der erste Zug der damaligen Tschechoslowakischen Staatsbahn (ČSD) mit modernen, mit Asynchronmotoren ausgestatteten Lokomotiven gestartet. Es geschah auf der Strecke von Prag nach Benešov bei Prag. Der 8207 verließ den Prager Hauptbahnhof um 10:15 Uhr und kam um 11:24 Uhr in Benešov an.
Der Zug wurde von dem Versuchsprototyp 85 E0-ATM von Škoda in Pilsen gezogen, heute Škoda Transportation. Unter der ČSD und später unter der ČD wurde der Prototyp unter der Baureihe 169 als 169.001-5 eingereiht.
Auf den ersten Blick unterschied sich der Prozotyp von den anderen Lokomotiven der Tschechoslowakei durch ein völlig neues Design und eine markante rote Farbe. Im Fahrgestell und im Maschinenraum der Lokomotive verbargen sich jedoch erhebliche Innovationen. Ein völlig neuer Asynchronantrieb trug zum Spitznamen der Lokomotive bei, die Eisenbahner und Eisenbahnfans "Asynchron" nannten.
ČSD und später ČD ließen einen experimentellen Prototyp mieten und testeten ihn an der Spitze verschiedener Zugtypen mit Güter- und Personenwagen. Zum Zeitpunkt der Versuche bis 1994 wurden die meisten 3 kV-Stromleitungen in der Tschechischen Republik installiert. Die Lokomotive 169.001 wurde während der Tests durch Depots in Prag, Ústí nad Labem und Nymburk eingesetzt und befand sich auf elektrifizierten Strecken in Böhmen, z.B. Praha - Benešov u Prahy, Praha - Beroun, Praha - Kutná Hora, Praha - Most, Praha - Děčín, Nymburk - Ústí nad Labem, Nymburk - Praha, Nymburk - Hradec oder Králové – Choceň im Einsatz.
Derzeit treiben die modernen Asynchronmotoren alle Fahrzeuge an, die an die Tschechische Bahn geliefert werden. Es sind die Elektroeinheiten CityElefant, RegioPanter und InterPanter, Pendolino-Hochgeschwindigkeitszüge sowie moderne Elektrolokomotiven wie 380 Emil Zátopek oder 193/383 Vectron, die ČD und ČD Cargo für Schnell- und Güterzüge nutzen.
Pressemeldung České dráhy