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Donnerstag, 06 April 2017 18:59

Spanien: Renfe Mercancías will 20 % der Lokomotiven loswerden

merc

Vorstellung des Rentabilitätsplans. Foto Renfe.

Die spanische staatliche Güterverkehrstochter Renfe Mercancías hat am 03.04.17 einen Managementplan zur Verbesserung der Rentabilität für den Zeitraum 2017-2019 vorgestellt. Die Pläne sehen eine Reduzierung der Belegschaft um 24%, den Abbau der Lokomotiven um 20 % und den der Wagen um 10 % sowie einen Verkauf der Anteile an Beteiligungen wie Transfesa (20 %) und Semat (49 %) vor.

Zudem soll eine Reorganisation der Gesellschaft auf kommerzielle Kundenorientierung und die Verpflichtung auf Qualitätsziele erfolgen. Überprüft werde die gesamte Kundenbasis, die Beziehung mit Kunden, die unrentabel sind und keinen Raum für Verbesserungen zeigen, müssen beendet werden.

Der Personalabbau von 1312 auf 996 Angestellte soll nur durch freiwillige Kündigungen oder Umschichtung in andere Unternehmen der Gruppe erreicht werden, wie der Generaldirektor von Renfe Mercancías, Abelardo Carrillo, vor der Presse erklärte.
Um den Fahrzeugbestand an die wahren Bedürfnisse des Unternehmens anzupassen, werden die 319 Lokomotiven des aktuellen Fahrzeugparks auf 253 reduziert, was vor allem durch Abgabe an die Verleihfirma für Bahnausrüstung, Renfe Alquiler de Material, oder Fremdfirmen erfolgen soll. Etwa 1.500 von derzeit 10.000 Wagen sollen ebenfalls abgegeben werden.

Im Jahr 2016 hatte Renfe Mercancías einen Verlust von 48 Mio. Euro eingefahren. Die Firma hat in Spanien etwa 70 % Marktanteil im schienengebundenen Güterverkehr, der aber nur 5 % des gesamten Güterverkehrs umfasst.
Der dreijährige Managementplan sieht eine Steigerung der Produktivität um 20 % vor. Im ersten Jahr 2017 wird von einem teilweisen Abbau der Verluste ausgegangen. Im zweiten Jahr, 2018, soll bei einem erwarteten Umsatz von 218 Mio. Euro ein ausgeglichenes Betriebsergebnis erhalten werden, um ab dem dritten Jahr 2019 ein nachhaltiges Ergebnis mit Umsatzsteigerungen von jährlich zwischen 4% und 5% zu erreichen.

WKZ, Quelle Expansión, Finanzas, Renfe Mercancías

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