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Freitag, 25 Januar 2019 10:11

Frankreich: Verkehrsministerin startet "France Mobilités"

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"Mobilisieren wir uns für die Mobilität": Die französische Verkehrsministerin Elisabeth Borne hat am Donnerstag (24.01.19) die Einrichtung einer Kooperationsplattform angekündigt, um alle neuen Mobilitätsprojekte in bisher unterversorgten Gebieten zu identifizieren und die Beteiligten zusammenzubringen. Dieser Ansatz folgt einer Projektausschreibung zur "Umsetzung neuer Lösungen für die tägliche Mobilität im ländlichen Raum".

"Ich weiß, wie sehr unsere Gebiete nach neuen Lösungen und Innovationen dürsten, die ihren Bewohnern das Reisen erleichtern und die Abhängigkeit von Privatfahrzeugen, insbesondere in ländlichen Gebieten, verringern. Viele Lösungen wurden bereits gefunden, und es ist von entscheidender Bedeutung, dass alle Akteure der Mobilität diese Erfahrungen austauschen und bewährte Verfahren austauschen können, die verallgemeinert werden könnten. Es ist sowohl eine gesellschaftliche als auch eine wirtschaftliche Herausforderung, unser Land in eine neue, effizientere, sauberere und zugänglichere Mobilitätspolitik einzubinden", erklärte die Ministerin.

Die Regierung wird 27 Projekte unterstützen, zusätzlich zu 35 bereits im Rahmen der nationalen Mobilitätskonferenzen ausgewählten Projekten. "Dieser Aufruf zur Einreichung von Projekten zeigt, wie groß die Initiativen in den Gebieten sind. Die Herausforderung besteht nun darin, zu teilen, bekannt zu machen und dafür zu sorgen, dass jedes Gebiet seine Erfahrungen mit dem, was anderswo getan wurde, nutzt", sagte die Ministerin.

Ihr zufolge zielt die neue Plattform darauf ab, "den Einsatz neuer Verkehrsträger in jenen Gebieten zu beschleunigen, in denen wir für morgen keine großen Versprechungen oder große Infrastrukturen erwarten, aber wissen, worin die Bedürfnisse liegen, für die wir innovativ sind und Lösungen entwickeln, die den Alltag wirklich verbessern".

Eine vorläufige Version wird Mitte März - kurz vor der Überprüfung des Mobilitäts-Orientierungsgesetzes (Loi d'orientation des mobilités, LOM) im Senat behandelt, die endgültige Version wird dann Ende Mai - vor der Übergabe des Textes an die Nationalversammlung - online gestellt.

Elisabeth Borne kündigte auch die Schaffung regionaler Fördereinheiten für die Mobilitätstechnik in dünn besiedelten Gebieten an, beginnend mit Okzitanien, Auvergne-Rhône-Alpes und Pays-de-la-Loire.

Auf der rechtlichen Seite erhielt das Ministerium 46 Anträge auf Ausnahmeregelungen vom derzeitigen Rechtsrahmen, insbesondere in den Bereichen Fahrgemeinschaften, Stadtlogistik und autonome Fahrzeuge.

WKZ, Quelle Verkehrsministerium

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