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Dienstag, 29 Januar 2019 11:30

Spanien: Renfe startet 3-Mrd.-Aquisition von Zügen

Der Vorstand des spanischen Bahnbetreibers Renfe wird am Dienstag (29.01.19) grünes Licht für den Start eines Zugakquisitionsprogramms im Wert von 3 Mrd. Euro geben. Die Beschaffung über 443 Züge und 105 weitere Optionen haben Renfe-Präsident Isaías Táboas und Entwicklungsminister José Luis Ábalos am Montag (28.01.19) vor der Entwicklungskommission des Kongresses verteidigt. Die Ankäufe konzentrieren sich auf die Modernisierung der öffentlichen Dienste von Cercanías und Media Distancia.

Eine erste Ausschreibung im Wert von 281 Mio. Euro umfasst die Inbetriebnahme von 31 metrischen Zügen. Diese neue Flotte wird auf der Infrastruktur der alten FEVE fahren. Für die Madrider Hochgebirgsstrecke zwischen Cercedilla und Cotos werden sechs Alpinzüge hinzukommen. Die Priorität der ersten Ausschreibung liegt dabei auf der Erneuerung der Züge der metrischen Spurweite autonomer Gemeinschaften wie Asturien, Baskenland, Kastilien-León oder Murcia. Die Entscheidung dafür wurde aufgrund des fortgeschrittenen Alters des Zugparks getroffen.

Angesichts der Kritik der PP an einer angeblichen Verzögerung des Investitionsprogramms hat der Präsident von Renfe erklärt, dass dieses vorher nicht gestartet werden konnte, da der Programmvertrag zwischen Renfe und dem Staat nicht unterzeichnet wurde.

Während der gestrigen Anhörungen wies Isaías Táboas darauf hin, dass Renfe 2019 mit einem Vorsteuergewinn von 64 Mio. Euro abschließen wird, "was den Weg der positiven Ergebnisse festigt". Das Unternehmen plant in diesem Jahr Investitionen in Höhe von 855 Mio. Euro, davon 408 Millionen Euro für den Erwerb von Schienenfahrzeugen und 281 Millionen Euro für die Verbesserung der derzeit in Betrieb befindlichen Fahrzeuge.

Der Präsident von Renfe hat auch auf die Notwendigkeit hingewiesen, das Unternehmen auf die im Dezember 2020 stattfindende Liberalisierung des Personenverkehrs vorzubereiten. Diese stelle eine Chance für das Unternehmen dar, über Allianzen ein integrierter Verkehrsdienstleister zu werden.

Unklar blieb aber noch die Rolle von Renfe Alquiler bei der Bereitstellung von Zügen für potenzielle private Wettbewerber. Hier wartet man auf ein königliches Dekret, das die Spielregeln festlegt.

Im Gütersektor strebt Renfe den Übergang vom reinen Transportleister zum Logistikunternehmen an, für den sie auch Verträge mit der Privatwirtschaft anstrebt.

WKZ, Quelle Cincodías

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