english

Mittwoch, 30 Januar 2019 15:33

Österreich: Neue Straßenbahnlinien starten mit Tram-Chaos in Innsbruck

img 2330img 2353

Straßenbahn der Linie 2 und Schienenersatzbus an der Haltestelle Universität, Dienstagabend 18.50 h. Einer der Fahrgäste war zu vernehmen mit: "Da quetsch ich mich nicht mehr hinein." Fotos GK.

Seit Samstag (26.01.19) ersetzen in Innsbruck die neuen Straßenbahnlinien 2 und 5 die Buslinie O und verbinden das Olympische Dorf mit der Technik und der Peerhofsiedlung im Westen Innsbrucks. Der Bau war die größte Öffi-Investition der letzten Jahrzehnte in Innsbruck: Neben fast 12 km neuen Gleisen musste dabei u. a. auch eine Straßenbahnbrücke über den Inn errichtet werden. Land und Stadt investierten in Infrastruktur und Fahrzeuge bislang ca. 290 Mio. Euro.

Doch die Inbetriebnahme war mit massiven Störungen im Betriebsablauf verbunden. Verspätungen von bis zu 40 Minuten und ausgefallene Züge mir überfüllten Busse im Ersatzverkehr sorgten laut der örtlichen Presse für "Chaos" und "Katastrophe". Insbesondere die Ampelprogrammierungen und im Fahrbereich geparkte Autos sorgten für Ärger.

Der Straßenbahnneubau war optimal vorbereitet. Nach einer Volksbefragung verkündeten Politik und Management erleichtert den Ausbau des Straßenbahnnetzes. Obwohl die Parteien der ungewöhnlich vielfarbigen Stadtregierung bei den Wahlen im Herbst 2018 stark reduziert wurden, fanden sich alle ausnahmslos wieder neu zusammen, um Stadt und Strassenbahnprojekt weiterzubringen.

Auch am Tag vier nach Eröffnung der neuen Tramlinien, ohne Schnee, kommt es immer noch vor, dass viertelstundenweise auf eine von zwei alternierenden Tramlinien gewartet werden muss oder dass für die nächsten drei Minuten drei Bahnen in dieselbe Richtung angekündigt sind. Es staut sich also immer noch im Netz.

GK

Zurück

Letzte Änderung am Mittwoch, 30 Januar 2019 15:47

Nachrichten-Filter