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Mittwoch, 13 Februar 2019 12:35

Österreich: 822.000 Öffi-Jahreskarten sind neuer Rekord in Wien

Ein neuer Fahrgast-Rekord und viele neue Jahreskarten-BesitzerInnen: 2018 war ein äußerst erfolgreiches Jahr für die Wiener Linien. Im abgelaufenen Jahr haben 965,9 Millionen Menschen - und damit 2,6 Millionen täglich – die Wiener Öffis genutzt. Das ist der fünfte Anstieg in Folge. Auch die 365-Euro-Jahreskarte ist beliebter denn je, besitzen doch mittlerweile 822.000 Wienerinnen und Wiener eine Jahresnetzkarte. Der Modal-Split-Anteil der Öffis liegt weiterhin bei erfreulich hohen 38 Prozent.

„Wir machen den Wienerinnen und Wienern mit der 365 Euro-Jahreskarte ein unschlagbares Angebot, sie fahren damit täglich um nur einen Euro im best-ausgebauten Öffi-Netz. Dieses Angebot wird auch gut angenommen: 2018 waren bereits 822.000 Fahrgäste mit einer Jahreskarte unterwegs, das ist ein Plus von über 40.000 in nur einem Jahr. Somit gibt es mehr Jahreskarten als zugelassene PKWs in unserer Stadt. Wir ruhen uns aber nicht aus auf den Erfolgen, sondern investieren auch heuer wieder über 435 Millionen Euro in den weiteren Ausbau der Öffis, die entscheidend zum Klimaschutz beitragen“, kündigt Öffi-Stadträtin Ulli Sima an.

Wiener-Linien-Geschäftsführer Günter Steinbauer ergänzt: „Wir wollen unsere Fahrgäste auch heuer von unserem Angebot überzeugen. So schaffen wir beispielsweise neue Klimaanlagen für die U6-Züge an, modernisieren die Bus- und Straßenbahnflotte und erneuern unsere Stationen und Gleise. Das herausforderndste Projekt, das uns die nächsten Jahre über begleitet, ist aber sicherlich das neue Linienkreuz U2xU5.“

Das sind die Großprojekte 2019:

Schwerpunkt Straßenbahn: Neue Linie 11 geht in Betrieb, Linie D wird verlängert

2019 liegt der Fokus auf Straßenbahnprojekten – mit dem Öffi-Paket werden Bim und Bus beschleunigt und ausgebaut. Mit der Linie 11 wird eine bessere Verbindung zwischen Simmering und Favoriten geschaffen. Neben dem 11er kehrt die Linie 71 nach Kaiserebersdorf zurück. Aktuell wird die Linie D um 1,1 Kilometer und zwei Stationen bis zur Absberggasse verlängert. Die Beschleunigung des 15A ist eine wichtige Maßnahme für das Öffi-Netz im Süden Wiens.

U2xU5-Linienkreuz ist im Entstehen

Seit dem Spatenstich am Matzleinsdorfer Platz im Oktober 2018 wird am Baufeld Triester Straße fleißig am Startschacht für die Tunnelbohrmaschine gearbeitet. Auch bei der Station Pilgramgasse, wo U4-Modernisierung und U2-Bau Hand in Hand gehen, wird weiter fleißig gebaut. Nachdem im Herbst 2018 eine fast 2.000 m2 große Arbeitsplattform über dem Wienfluss errichtet wurde, bleibt 2019 kein Stein mehr auf dem anderen. Mit Ausnahme des denkmalgeschützten Otto-Wagner-Aufganges wird die gesamte Station abgetragen und als Knotenstation von U2 und U4 neu errichtet.

Neue Fahrzeugflotte – Baustart für X-Wagen, 16 neue Flexity

Eine neue U-Bahn-Linie braucht natürlich auch neue Fahrzeuge: 2019 wird der erste Zug der neuen U-Bahn-Generation im Siemens-Werk in Simmering Gestalt annehmen. Noch im Frühjahr starten die Bauarbeiten am ersten Prototypen, damit der X-Wagen Mitte 2020 den Testbetrieb im Wiener U-Bahn-Netz aufnehmen kann. Bei den Straßenbahnen gibt es schon eine neue Generation, den Flexity: Bislang sind zwei Garnituren im Einsatz, bis Ende 2019 kommen 16 neue Flexity-Straßenbahnen dazu. Diese werden auf den Linien 67, 71 und 6 unterwegs sein.

Ab Frühjahr ist autonomer Bus mit Fahrgästen in der Seestadt unterwegs

Seit April 2018 wird bei den Wiener Linien einmal mehr Geschichte geschrieben. Ein breit aufgestelltes Projektkonsortium beschäftigt sich intensiv mit dem Zukunftsprojekt autonome Öffi-Busse. Die zwei elektrisch-betriebenen E-Busse starten im Frühjahr 2019 mit dem Fahrgasttestbetrieb auf einer rund zwei Kilometer langen Strecke rund um die U2-Station Seestadt. Mit Ende 2019 auch die Umstellung der Busflotte auf umweltfreundliche EURO-6 Mercedes Busse abgeschlossen. Heuer werden noch 12 Normalbusse, 33 Gelenkbusse und 19 XL-Busse geliefert.

U6-Maßnahmenpaket: Alle Züge werden klimatisiert

2018 wurde ein umfangreiches Maßnahmenpaket auf der U6 umgesetzt – Bodenmarkierungen sorgen für schnelleres Ein- und Aussteigen, Stationen und Fahrzeuge wurden modernisiert und die Sauberkeitsmaßnahmen verstärkt. 2019 rüsten die Wiener Linien step by step die alten U6-Züge mit Klimaanlagen nach, bis Ende 2020 sind dann auch die letzten U6-Züge klimatisiert. Bereits letzten Sommer wurden Lüftungskiemen und Sonnenschutzfolien an den alten Zügen angebracht, die für Abkühlung an heißen Tagen sorgen.

Essverbot auf allen U-Bahnlinien voller Erfolg

Nach dem erfolgreichen Start auf der U6 wurde auf Wunsch der Fahrgäste ab Mitte Jänner 2019 ein generelles Essverbot auf allen U-Bahn-Linien umgesetzt. Dieses wird von den Fahrgästen sehr gut angenommen. „Uns geht es um ein Miteinander und um Rücksichtnahme in den Öffis. Das Essverbot sorgt dafür, dass sich die Fahrgäste wohler fühlen, die Züge sauberer sind und die Reinigungskosten sinken“, so Sima.

Sicherheitsteam wird aufgestockt, Bodycams im Einsatz

Seit vergangenem Herbst sind alle 80 SicherheitsdienstmitarbeiterInnen mit Bodycams unterwegs. Die Kameras wirken präventiv und deeskalierend. Das Sicherheitsteam wird im Laufe des Jahres auf 120 MitarbeiterInnen aufgestockt. Auch die Videoüberwachung wird ausgebaut: Zu den bereits 13.000 Kameras in den Öffis, kommen 2019 noch einmal 600 in Fahrzeugen und Stationen hinzu.

Außerdem wird noch bis Ende Juni die U4-Station Roßauer Lände in Fahrtrichtung Heiligenstadt generalsaniert. In den Sommerferien wird die U4 zwischen Längenfeldgasse und Karlsplatz erneuert. Die Gumpendorfer Straße ist das letzte U6-Revitalisierungs-Projekt und wird Anfang Mai abgeschlossen.

Pressemeldung Wiener Linien

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