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Freitag, 15 Februar 2019 14:30

Griechenland: Ausbau Infrastruktur

Im Zuge der Neuauflage des regionalen Infrastrukturprogramms ab 2021 finden in diesen Tagen Verhandlungen zwischen der griechischen Regierung und der EU statt. ErgOSE, die für den Streckenausbau zuständige Tochtergesellschaft des griechischen Netzbetreibers OSE hat jetzt wohl auch regional informiert. Wesentlich dabei sind folgende Pläne:

Patra

Umspurung/Neubaustrecke zum Hafen, Form der Weiterführung Richtung Pirghos.

Thessalien

Fertigstellung der Neubaustrecke Lianokladi - Domokos, hier dürfte sich die Fertigstellung Elektrifizierung wegen des berichteten Kabeldiebstahls verzögern, dann wird eine Beschleunigung der Züge wegen des entfallenden Lokwechsels erwartet. Komplettierung des Sicherungssystems Athen - Thessaloniki, danach sind die erwarteten Fahrzeiten von 3h30min zwischen Athen und Thessaloniki möglich. Elektrifizierung Volos-Larissa und Paleopharsalos - Kalambaka. Gleichzeitig soll die ehemalige Meterspurtrasse auf ca. 15 km westlich von Volos reaktiviert werden, angeblich um ein Industriegebiet anzubinden, de facto dürfte das der Lokalpolitik geschuldet sein. Neu ist eine geplante "Nordwestkurve" zur Umgehung des Bahnhofs Paleopharsalos, der nur betrieblich relevant ist. Damit verkürzt sich die Fahrzeit Kalambaka/Trikala/Karditsa Richtung Larissa/Thessaloniki erheblich, eine wichtige Voraussetzung für eine thessalische S-Bahn.

Logistikzentren im Raum Athen (Thriasio II) und Thessaloniki (Camp Gonou)

Eine zügige Umsetzung ist für alle Projekte wichtig, im Herbst sind in Griechenland Parlamentswahlen zu erwarten, erfahrungsgemäß führt das zu einem monatelangen Stillstand, ganz abgesehen davon, dass eine neue Regierung andere Prioritäten setzen könnte.

Prof. Dr. Johannes Schenkel

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Letzte Änderung am Freitag, 15 Februar 2019 14:40

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