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Donnerstag, 21 Februar 2019 07:10

Niederlande: Schnellzug nach Deutschland und Metrosystem im Inland

Im Jahr 2040 werden die Fahrgäste eine metroähnliche Verbindung innerhalb eines ländlichen Stadtsystems, gute Verbindungen zu anderen Linien über hochwertige Bahnhöfe und eine schnelle Zugverbindung nach Deutschland nutzen können. Dies geht aus der Zukunftsvision OV 2040 hervor, die die niederländische Staatssekretärin Stientje van Veldhoven am 06.02.19 der Tweede Kamer zukommen ließ. Die Zukunftsvision für den öffentlichen Verkehr ist eine gemeinsame Vision aller Beteiligten in diesem Sektor, wie der öffentliche Verkehr in den Niederlanden im Jahr 2040 aussehen soll.

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Staatssekretärin von Veldhoven: "Immer mehr Menschen reisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln. In städtischen Gebieten wird die Zahl der Reisenden bis 2040 um 30 bis 40 Prozent steigen. Wir wollen, dass alle diese zusätzlichen Reisenden ihre Reise im Jahr 2040 mit durchschnittlich 8 von 10 Punkten bewerten. Das bedeutet, dass wir jetzt hart arbeiten müssen. Schnellere Züge, die im Durchschnitt alle zehn Minuten auf dem ländlichen Stadtnetz verkehren, als eine Art U-Bahn und hochwertige Bahnhöfe, wo die Eisenbahnlinien nahtlos mit anderen Verkehrsmitteln und dem Rest der Region verbunden sind".

Auf dem ländlichen Ring der Städte werden schnelle, qualitativ hochwertige und häufige Verbindungen genutzt. Das "U-Bahn-Netz" baut auf den "Zehn-Minuten-Zügen" auf, die in den kommenden Jahren an den verkehrsreichsten Orten der niederländischen Eisenbahnen verkehren werden. Das neue ERTMS-Bahnsicherheitssystem wird es auch in Zukunft ermöglichen, dass die Anzahl der Züge auf einigen Strecken noch weiter steigen kann. Auch für eine schnellere Verbindung müssen klare Entscheidungen getroffen werden. Beispielsweise werden einige Züge an weniger Bahnhöfen halten.

Die Städte am Ring werden zu Knotenpunkten des öffentlichen Verkehrs im nationalen, aber auch im zugrunde liegenden regionalen öffentlichen Verkehrsnetz. Der öffentliche Verkehr in dieser Region muss nahtlos mit diesen Knotenpunkten verbunden sein, damit jeder in einem solchen Gebiet schneller als bisher reisen kann. Darüber hinaus muss es an den Bahnhöfen einfach sein, auf öffentliche Verkehrsmittel innerhalb der Stadt umzusteigen, einschließlich Fahrräder und Gemeinschaftsautos.

Schnellzug nach Deutschland

Im Jahr 2040 sollte der Zug die naheliegendste Option für Reisen in die Länder um uns herum sein. Die Niederlande haben bereits eine starke internationale Verbindung zu den Ländern im Süden und ein starkes Angebot nach London. Von Rotterdam aus dauert es nur drei Stunden, bis man das Zentrum von Paris erreicht. Aber was fehlt, ist eine so schnelle und qualitativ hochwertige Zugverbindung mit unserem wichtigsten Handelspartner".

Der Staatssekretär will untersuchen, wie die Randstad an das deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz angeschlossen werden kann. Auf der Suche nach einer Schnellzugverbindung will die Staatssekretärin mit den Deutschen zusammenarbeiten. Sie möchte dies auch mit dem neuen EU-Kommissar noch in diesem Jahr besprechen.

Um den internationalen Zug zur Alternative zum Fliegen im Jahr 2040 zu machen, arbeitet Van Veldhoven auch an der Idee, dass bald stündlich Schnellzüge nach Paris und London in den Süden fahren werden. In Brüssel sollten es sogar zwei pro Stunde sein.

Bessere öffentliche Verkehrsmittel in der Region

Auch in dünn besiedelten Gebieten muss der öffentliche Verkehr noch attraktiver werden. Zu oft fahren bereits leere Busse herum, während die Menschen auf einen geeigneten Transport verzichten müssen. Hier wird auf Innovationen gesetzt, z.B. durch die Organisation des kleinen Transports von der Haustür aus, der sich nahtlos an schnellere Regionalbusse oder einen Bahnhof anschließt.

Mobility as a Service (MaaS) ist ein Experiment, um den öffentlichen Verkehr attraktiver zu machen. Bald starten Sie Versuche in sieben Regionen. In Südlimburg soll ein stärker vernetztes System des grenzüberschreitenden Reisens gefördert werden. In Groningen, Drenthe und Twente werden Versuche in dünn besiedelten Gebieten mit Nachbarschaftsbussen, Zielgruppenverkehr, aber auch gmeinsamen Verkehrsmitteln durchgeführt. Auf diese Weise muss der öffentliche Verkehr für möglichst viele Menschen in den Regionen zugänglich und attraktiv bleiben.

WKZ, Quelle Infrastrukturministerium

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