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Dienstag, 12 März 2019 12:30

Österreich: Elektrifizierung Reutte - Staatsgrenze bis Ende 2019

reutte

Vils Bahnhof. Foto Arnold Markus.

Bis Ende 2019 elektrifiziert die ÖBB-Infrastruktur AG die verbleibenden 14.390 Meter der Außerfernbahn zwischen dem Bahnhof Reutte in Tirol und der Staatsgrenze bei Schönbichl. Nach Abschluss der Arbeiten wird das gesamte Schienennetz der ÖBB in Tirol zu 100 % umweltfreundlich mit Strom betrieben.

Die ÖBB-Infrastruktur AG sorgt mit ihren Investitionen und Bauleistungen dafür, dass die Züge auf dem über 4.800 Kilometer langen Streckennetz in ganz Österreich sicher und pünktlich verkehren können. Neben wichtigen Neubauprojekten für die Zukunftsfähigkeit der Bahn, stellt auch die Modernisierung bestehender Strecken einen wichtigen Beitrag für einen funktionierenden Zugverkehr dar. Ein weiterer wichtiger Schritt ist die Züge durch die Elektrifizierung von Strecken noch nachhaltiger und umweltfreundlicher über die Schienen rollen zu lassen. Dadurch wird die Verkehrsqualität gesteigert und die Verkehrsinfrastruktur optimiert. So können künftig durch die Elektrifizierung längere Aufenthalte zum Wechsel von Triebfahrzeugen oder Lokomotiven entfallen.

Zugverkehr in Tirol wird noch nachhaltiger und umweltfreundlicher

Die ÖBB betreiben in Tirol ein Streckennetz mit einer Länge von 459 Kilometern. Knapp 97 % davon sind bereits elektrifiziert. Bis Ende 2019 werden die noch ausstehenden, exakt 3,135 %, in Summe 14.390 Meter auf der Außerfernbahn zwischen dem Bahnhof Reutte in Tirol und der Staatsgrenze bei Schönbichl elektrifiziert. Nach Abschluss der Arbeiten ist das Streckennetz der ÖBB im Bundesland Tirol zu 100 % elektrifiziert.

Zwei Streckensperren für neue Infrastruktur erforderlich

Bis aber der erste Zug elektrisch über die Schienen rollen kann, müssen noch viele Maßnahmen umgesetzt werden. Im gesamten Streckenabschnitt zwischen Bahnhof Reutte und der Staatsgrenze werden rund 300 Oberleitungsmast-Fundamente hergestellt und die Masten aufgestellt. Auf diesen wird dann rund 15.900 Meter sogenannte "Oberleitungskette" und rund 1.000 Isolatoren montiert. Für die Errichtung der Oberleitungsmastfundamente kommt ein hydraulisches Rammgerät zum Einsatz. Die ÖBB ersuchen Anrainer und Bahnkunden um Verständnis, dass es während der Arbeiten zu einem Anstieg des Lärmpegels kommen kann. Zudem wird im Bahnhof Vils zusätzlich ein eigenes Schaltgerüst errichtet. Sämtliche Arbeiten finden soweit als möglich bei laufendem Betrieb statt. Um die Arbeiten so effizient als möglich gestalten zu können sind jedoch folgende zwei Streckensperren mit Schienenersatzverkehr unumgänglich:

1. Streckensperre:
16. März bis 26. April 2019

2. Streckensperre:
14. September bis 3. November 2019

Für die Reisenden wird während der Dauer der beiden Streckensperren jeweils ein Schienenersatzverkehr mit Bussen zwischen Bahnhof Reutte in Tirol und Pfronten-Steinach (D) eingerichtet.

Pressemeldung ÖBB

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