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Donnerstag, 04 Juli 2019 07:10

Vereinigte Staaten: Abkommen zu einer Eisenbahnverbindung zwischen Alaska und Kanada

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Fotos und Grafiken A2A.

Alaska Railroad Corp. (ARRC) und Alaska to Alberta Railway Development Corp. (A2A) haben am 27.06.19 eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet, die den Bau einer 1.500 Meilen (2400 km) langen Verbindung zwischen dem ARRC-Netz und den kanadischen Eisenbahnen vorsieht. Die Schiene würde auch die "Lower-48"-Staaten der USA an Alaska anbinden.

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Die A2A Rail wurde 2015 gegründet, um eine neue private Eisenbahn zu bauen, zu besitzen und zu betreiben, die die Alaska Railroad und das Gezeitenwasser Alaskas mit dem nördlichen Teil des Bundesstaates Alberta in Kanada verbindet. A2A Rail wird kritische Infrastrukturen bereitstellen, die Nordamerika mit den Weltmärkten durch sicheren und effizienten Transport von Gütern, Containern, natürlichen Ressourcen und Menschen verbinden.

Die vorgeschlagene Trasse für das A2A-Rail-Projekt umfasst Teile des traditionellen, vertraglich festgelegten und historischen Landes der indigenen Völker in Kanada und den Vereinigten Staaten. A2A Rail hat den Dialog mit den First Peoples entlang der vorgeschlagenen Route aufgenommen, um sie über das Projekt zu informieren. A2A Rail ist dabei, Beziehungsprotokolle mit den First Peoples auf dem vorgeschlagenen Weg zu entwickeln. Durch diese Beziehungsprotokolle ist die Beteiligung der First Peoples für alle wesentlichen Aspekte des Projekts vorgesehen.

"Eine Eisenbahnverbindung zwischen Alaska und Kanada und dem Rest der Vereinigten Staaten ist ein Projekt, von dem seit fast einem Jahrhundert gesprochen und geträumt wird", sagt ARRC-Präsident und Chief Executive Officer Bill O'Leary in einer Pressemitteilung. "Die Fertigstellung dieser Verbindung hat ein erstaunliches Potenzial für Alaska, und diese Vereinbarung zwischen der Alaska Railroad und A2A ist ein wichtiger erster Schritt, um das Projekt in Gang zu bringen."

"Eine Eisenbahn, die Alaska mit Alberta verbindet, würde einen enormen Schub für die Wirtschaft unseres Staates bedeuten", sagte Alaskas Senator Shelley Hughes in einer Erklärung. "Der Zugang zum nordamerikanischen Eisenbahnsystem würde einen schnelleren und effizienteren Gütertransport bedeuten und die Lebenshaltungskosten für alle Alaskaner senken."

Im Rahmen der Vereinbarung werden die Unternehmen bei dem Alaska Department of Natural Resources einen Antrag auf ein Wegerecht (Right of way) stellen. Die Unternehmen werden auch einen gemeinsamen Betriebsplan entwickeln, in dem die neue Strecke für die Verbindung der ARRC-Strecke mit Kanada festgelegt wird. Darüber hinaus werden sie bestehende Bahnanlagen, Brücken und Gleise auf der 512 Meilen langen Hauptstrecke der Bahn modernisieret.

Der Bau beginnt, nachdem das Right of way genehmigt wurde, die Genehmigung für den Grenzübertritt durch den Präsidenten vorliegt, Umweltprüfungen von den Vereinigten Staaten und Kanada durchgeführt wurden und das Surface Transportation Board und die Canadian Transportation Agency den Plan unterstützen. Die Projektbeschreibung für die Bahnverbindung wird voraussichtlich noch in diesem Jahr abgeschlossen sein.

Es werden keine staatlichen Mittel für den Bau der Eisenbahn verwendet, da der Kongress den Bau von bis zu 1.000 Meilen Eisenbahn genehmigte, um Küsten- und Innengebiete Alaskas zu verbinden, was zur Unterstützung der Entwicklung von Eisenbahndienstleistungen und militärischen Operationen beitragen wird.

WKZ, Quelle A2A Rail

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