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Montag, 26 August 2019 07:00

Irak/Iran: Bahnverbindung Shalamcheh - Basra öffnet den Weg zum Mittelmeer

In den kommenden Tagen sollen die Bauarbeiten für die Eisenbahnlinie Shalamcheh - Basra beginnen, die den Iran mit den Mittelmeerländern verbinden wird. Die Arbeiten sollen innerhalb des Jahres abgeschlossen sein. Endziel des Projekts ist es, eine Verbindung mit dem Hafen von Latakia in Syrien herzustellen. Die Foundation of the Oppressed der Islamischen Republik Iran wird als Investmentgesellschaft den Bau der Bahn im Irak unterstützen.

Der Generaldirektor der iranischen Eisenbahnen, Said Resuli, sagte, dass die 33 km lange Eisenbahnlinie eine 700 m lange Brücke beinhalten wird.

Der iranische Grenzort Shalamcheh (persisch شَلَمچه) liegt 33 km östlich von Basra in Richtung Khorramshar. Auf iranischer Seite ist die Bahnstrecke (15 km) zwischen den beiden Ländern bis kurz vor der Grenze schon seit Jahren fertig. Während des Krieges sind dort um die 50,000 Iraner gefallen, es gibt dort eine wichtige Gedenkstätte mit Moschee.

Auf dem trilateralen Gipfel der Länder Iran, Irak und Syrien im Bereich Verkehr erklärte Said Resuli ferner, dass Khorramshahr Anschluss an den strategischen Korridor Tehran - Arak - Ahvaz hat. Ahvaz ist über eine zweispurig ausgebaute Bahnverbindung mit dem Hafen Imam Khomeini verbunden.

In Basra erfolgt der Anschluss an das nationale irakische Netz, von wo aus ein Güter- und Personenverkehr in den Nahen Osten erfolgen kann.

Thomas Kautzor, Prof. Dr. Johannes Schenkel, WKZ, Quelle IRNA, Ray Haber

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