english

Montag, 23 September 2019 07:10

Gabun: Neuer Geschäftsfürer soll Setrag zur Referenz im Schienenverkehr machen

setrag0setrag 1

Fotos Setrag.

Der Brasilianer Luiz Renato Lombardo Torres wurde am 17.09.19 vom Board of Directors zum neuen Geschäftsführer der Eisenbahn in Gabun ernannt, der Société d'exploitation du Transgabonais (Setrag). Setrag ist eine Tochtergesellschaft der Manganbergbaugesellschaft Comilog (Gabun), die ihrerseits eine Tochter der Eramet-Gruppe (Frankreich) und der Gabunischen Republik ist.

setrag5setrag5
setrag6setrag9

Renato Torres ist diplomierter Elektro-Elektronikingenieur und Projektmanager und verfügt über 20 Jahre internationale Erfahrung in der Bergbau- und Logistikbranche. Bevor er zu Setrag kam, war er Logistikdirektor für Afrika bei Vale, einem weltweit führenden Unternehmen für die Produktion und den Export von Eisen.

Er ersetzt Patrick Claes, der aufgrund wiederholter Unfälle auf einer Eisenbahnlinie mit größeren Produktionsfehlern, insbesondere Erddamm-Versatz, geschwächt wurde und im Juni aus seinem Amt entlassen wurde. Der neue Geschäftsführer wurde mit der Aufgabe betraut, die Transformation und Entwicklung von Setrag fortzusetzen.

Wie das französische investigative Informationsblatt Mediapart im Januar dieses Jahres ausführte, war Setrag von einer Reihe von Vorfällen betroffen: Entgleisungen hier, Unfälle dort, Evakuierung eines Personenzuges mitten im Wald ohne Hilfe für die Fahrgäste, ein in Brand geratener Zug am Bahnhof von Owendo. Ein vom Eisenbahnberatungsunternehmen Vecturis durchgeführtes Audit ergab keine Auffälligkeiten, aber dessen Mitgründer Patrick Claes wurde 2015 Geschäftsführer von Setrag.

Die neue Geschäftsführung soll dem Unternehmen nun ermöglichen, seinen Anspruch zu erfüllen, sich als Referenz im Schienenverkehr in Afrika zu positionieren, insbesondere in Bezug auf Sicherheit und Servicequalität. Renato Torres unterstützte dabei den Gabuner Christian Magni, der bisher als Interimsdirektor tätig war. Beide Ernennungen traten am 18. September in Kraft.

Setrag will nun eine Politik der Erneuerung seiner Betriebsmittel umsetzen, um den neuesten gültigen Eisenbahnnormen zu entsprechen. Auf diese Weise soll die Überwachung, Instandhaltung und Modernisierung des nationalen Eisenbahnnetzes gewährleistet werden. So werden bis 2022 mehr als 20 Milliarden CFA-Franken investiert, wobei Energieeffizienz und nachhaltige Entwicklung im Vordergrund stehen. Ende 2018 gliedert sich die in Betrieb befindliche Schienenausrüstung wie folgt:.

Der Setrag-Verwaltungsrat gratulierte dem neuen Geschäftsführer und dankte Christian Magni "für sein Engagement und die in seiner Zwischenzeit in den letzten drei Monaten geleistete Arbeit an der Spitze der Setrag-Geschäftsführung".

WKZ, Quelle Mediapart, Gabon Review

Zurück