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Donnerstag, 24 Oktober 2019 07:05

Australien: Ist das Murray-Basin-Rail-Projekt kläglich gescheitert?

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Fotos Murray Bassin Rail Project.

Das 440 Mio. AUD (270 Mio. EUR) teure Murray-Basin-Rail-Projekt zur Revitalisierung des Güterbahnnetzes in Victoria wurde von den Transporteuren als "Katastrophe" eingestuft, mit der Aussage, dass das System nach der Modernisierung schlechter funtioniere als vor Arbeitsbeginn.

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Das in fünf Stufen geplante Murray-Basin-Rail-Projekt sollte die Kapazität des Streckennetzes im australischen Bundesstaat erhöhen, indem die Eisenbahnlinien im Westen des Staates von Breitspur auf in New South Wales vorhandene Normalspur ausgebaut werden, um jedes Jahr 25.000 LKW von den Straßen auf die Bahn zu transferieren. Im Rahmen des Projekts sollten die Achslasten von 19 auf 21 Tonnen erhöht werden sollten. Das Projekt sollte 2018 abgeschlossen werden.

Die Eisenbahnlinien werden benötigt, um Getreide und andere landwirtschaftliche Erzeugnisse zum Export in die Häfen zu bringen. Aber mit nur zwei abgeschlossenen Phasen ist dem Projekt praktisch das Geld ausgegangen, und es gibt Behauptungen, dass ein Großteil der Arbeiten neu durchgeführt werden muss. Reid Mather, CEO der Rail Freight Alliance (RFA), sagte, dass das Programm viele der versprochenen Vorteile nicht erfüllt habe.

Jacinta Allan, Ministerin für Verkehrsinfrastruktur in Victoria, sagte, dass Mängel bei der Planung zu erhöhten Kosten geführt hätten.

So umfasste ein Teil des vom Bund und staat kofinanzierten Programms den Wiederaufbau und die Wiedereröffnung der Eisenbahnstrecke zwischen Maryborough und Ararat. Entlang der Strecke wurden neue Betonschwellen eingebaut, aber als Kosteneinsparungsmaßnahme wurden Stahlschienen von 1913 recycelt, so dass die Züge erheblichen Geschwindigkeitsbeschränkungen bis zu 25 km/h unterliegen. Auch sei nicht genügend Ballast eingearbeitet worden. Die Geschwindigkeitsbegrenzung macht die Fahrt etwa dreimal so lang wie auf der Straße.

Der RFA-Chair Glenn Milne sagte: "Die Industrie hat Millionen von Dollar in neue Lokomotiven investiert, die Umrüstung von Schienenfahrzeugen auf Normalspur veranlasst und das Schweigen der viktorianischen Regierung über die Zukunft dieses Projekts ist ohrenbetäubend. Ein Projekt, das vor fast einem Jahr abgeschlossen werden sollte, ist noch lange nicht abgeschlossen, der aktuelle Zustand der Gleise hat die Frachtkapazität reduziert, die Frachtkosten sind gestiegen, der Straßengüterverkehr gestiegen, und die Industrie hört nichts von der Regierung"

WKZ, Quelle RFA, 9News

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Letzte Änderung am Mittwoch, 23 Oktober 2019 16:45