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Mittwoch, 11 Oktober 2017 09:19

Kanada: Großbritannien mischt sich in Streit um Strafzölle für Bombardier ein

Im Handelsstreit zwischen Kanada und den USA um von Boeing beantragte Strafzölle in der Größenordnung von bis zu 300 % für Bombardier-Flugzeuge der C-Serie mischt sich jetzt auch Großbritannien ein. Bombardier beschäftigt mehr als 4.000 Mitarbeiter in Belfast, die im nächsten Jahr mit der Lieferung von bis zu 125 neuen Jets an Delta Air Lines mit Sitz in Atlanta beginnen sollen. Der britische Handelsminister Greg Clark schlug am Dienstag vor, dass das Vereinigte Königreich Handelsabkommen mit Boeing überprüfen könne, wenn das US-Unternehmen seinen Streit mit Bombardier nicht beilege.

Laut Globe and Mail teilte der Minister dem House of Commons mit, dass London bereits mehrmals Boeing-Vertreter kontaktiert habe, um sie zu bitten, ihre Beschwerde gegen Bombardier beim US-Handelsministerium fallenzulassen. Clark sagte auch, dass, wenn Boeing auf den Sanktionen bestehe, militärische Verträge in Großbritannien verloren gehen könnten. Das britische Verteidigungsministerium hat derzeit zwei Verträge über den Kauf von 50 Apache-Hubschraubern und acht P-8-Spionageflugzeugen von Boeing abgeschlossen. In Kanada hat die Regierung Justin Trudeau bereits angedeutet, dass sie den Kauf von 18 Super-Hornets-Kampfflugzeugen von Boeing wegen des Handelsstreits bereits eingefroren hat.

WKZ, Quelle Journal de Québec

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