

Fotos Azertag.
Schienenverkehr ohne Unterbrechung von China nach Europa: Die Präsidenten Recep Tayyip Erdoğan aus der Türkei, Ilham Alijew aus Aaserbaidschan, Nursultan Nazarbayev aus Kasachstan und Premierminister Giorgi Kvirikashvili aus Georgien weihten heute (30.10.17) in der aserbaidschanischen Hafenstadt Alat die Baku-Tbilisi-Kars-Eisenbahn (BTK) ein, die sogenannte "Seidenstraße aus Eisen".




Wie die aserbaidschanische Nachrichtenagentur Azertag erklärte, betrage die Gesamtlänge der Bahnstrecke 846 Kilometer, 79 km würden über die Türkei, 263 km über Georgien und 504 km über Aserbaidschan führen. Der Grenzübergang zwischen der Türkei und Georgien erfolgt durch einen Tunnel, der 2,375 km lang ist.
In der ersten Etappe sollen jährlich eine Millionen Passagiere und 6,5 Mio. t Güter transportiert werden. Bis zum Jahr 2034 soll die Kapazität der BTK auf drei Millionen Passagiere und 17 Mio. t Güter erhöht werden. Zwischen der Türkei und Asien, dem Kaukasus und den EU-Staaten werde mit der Baku-Tiflis-Kars-Bahnstrecke eine Transportkapazität von jährliche 50 Mio. t angestrebt. Mit der Inbetriebnahme der BTK wird eine Routenverschiebung beim Frachttransport von China nach Europa erwartet.
Recep Tayyip Erdoğan sagte: "Heute (30.10.17) wird der erste Zug auf der für die Türkei, Aserbaidschan, Georgien und die gesamte Region wichtigen Baku-Tiflis-Kars-Bahn gestartet. Damit eröffnen wir den Aufbau der direkten Bahnverbindung von London nach China."
Erdoğan stellte fest, dass Güter derzeit innerhalb von 45-62 Tagen von China nach Großbritannien, Frankreich, Deutschland und anderen europäischen Ländern entlang mehrerer Korridore einschließlich der Seeroute transportiert werden. Mit der Inbetriebnahme der BTK verkürzt sich diese Frist auf 12-15 Tage, so der türkische Präsident. "Gleichzeitig wird dieses Projekt Frieden, Sicherheit, Stabilität und sozialen Wohlstand bringen und zur Gesamtentwicklung unserer Länder beitragen", schloss er.
WKZ, Quelle APA, TRT, Azertag