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Donnerstag, 08 Oktober 2020 08:00

Japan: JR East, Hitachi und Toyota entwickeln wasserstoffbetriebenes Hybrid-Eisenbahnfahrzeug HYBARI

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Fotos Hitachi.

East Japan Railway Company ("JR East"), Hitachi, Ltd. ("Hitachi") und die Toyota Motor Corporation ("Toyota") haben am 06.10.2020 eine Vereinbarung zur Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Versuchs-Eisenbahnfahrzeugen geschlossen, die mit Hybridsystemen ausgestattet sind, die wasserstoffbetriebene Brennstoffzellen und Speicherbatterien als Stromquelle verwenden.

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Das Versuchsfahrzeug wird den Spitznamen HYBARI (HYdrogen-HYBrid Advanced Rail vehicle for Innovation) tragen. Mit einem blauen Spritzmuster, das die Befeuchtung der Erde darstellt und als Motiv Wasser symbolisiert, das durch die chemische Reaktion in den Brennstoffzellen entsteht, vermittelt das Design der Schienenfahrzeuge sowohl ein Gefühl von Geschwindigkeit als auch ein futuristisches Bild.

Das HYBARI-Logo symbolisiert eine Lerche als Vorbote des Frühlings. Es soll die Einführung neuer Energie für Fahrzeuge wie ein Hauch von Frühling auf dem Land darstellen.

Durch die Zusammenarbeit bei der Entwicklung dieser Test-Eisenbahnfahrzeuge soll die ökologische Überlegenheit der Eisenbahnen weiter verbessert und eine nachhaltige Gesellschaft verwirklicht werden.

Die Testfahrten beginnen im März 2021 auf Strecken von JR East wie Tsurumi Line, Nambu Line, etc.

Beitrag zu einer kohlenstofffreien Gesellschaft mit Schienenfahrzeugen der nächsten Generation

Da überall auf der Welt Anstrengungen unternommen werden, um nachhaltige Gesellschaften zu schaffen, gilt dies auch für den Eisenbahnsektor, ein Massenverkehrsmittel, in dem große Erwartungen an rollendes Material der nächsten Generation bestehen, das mit sauberer Energie, wie z.B. Wasserstoff, betrieben wird. Wasserstoff gewährleistet minimale Umweltauswirkungen, da er bei seiner Verwendung als Energiequelle kein Kohlendioxid ausstößt und aus verschiedenen Rohstoffen unter Verwendung erneuerbarer Energien hergestellt werden kann.

Die Entwicklung von innovativem, mit Wasserstoff betriebenem Rollmaterial wird daher zur Entwicklung einer kohlenstoffarmen Gesellschaft beitragen, da es dazu beiträgt, die globale Erwärmung einzudämmen und die Energiequellen zu diversifizieren.

Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Hybrid-(Brennstoffzellen-)Testfahrzeugen

Die drei Firmen kombinieren ihre Eisenbahn- und Automobiltechnologien, insbesondere die Konstruktions- und Fertigungstechnologien für Schienenfahrzeuge von JR East, Hitachis Technologien für Eisenbahn-Hybridantriebe, die zusammen mit JR East entwickelt wurden, und Toyotas Technologien, die durch die Entwicklung des Brennstoffzellen-Elektrofahrzeugs Mirai und des SORA-Brennstoffzellenbusses erworben wurden.

Gemeinsam werden sie Hybrid-(Brennstoffzellen-)Testfahrzeuge mit dem Ziel entwickeln, die für den Antrieb von Schienenfahrzeugen, die viel größer als Automobile sind, erforderliche hohe Leistungssteuerung zu erreichen.

Überblick über die Hybrid-(Brennstoffzellen-)Testfahrzeuge

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Die Zug-Konfiguration besteht aus einer zweiteiligen Kombination der Baureihe FV-E991. Toyota wird das Brennstoffzellengerät und Hitachi das Hybridantriebssystem entwickeln.

Hauptsächliche Spezifikationen des Testfahrzeugs
• Modell: FV-E991
• Zugkonfiguration: 2 Wagen (1M1T)
• Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h
• Beschleunigung: 2,3 km/h/s
• Reichweite: ca. 140 km (max.)
• Antrieb: VVVF-Umrichter: 1C2M × 2 Einheiten, Fahrmotoren: 95 kW × 4
• Brennstoffzelle: Feststoff-Polymerelektrolyt 60 kW × 4
• Speicherbatterie: Lithium-Ionen-Batterie 120 kWh × 2
• Wasserstoff-Tankanlage: Max. Fülldruck 70 MPa (ca. 700 Atmosphären), Speicherkapazität: 51L × 5 Tanks × 4 Einheiten
• Spitzname: HYBARI (HYdrogen-HYBrid Advanced Rail vehicle for Innovation)

WKZ, Quelle Hitachi

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Letzte Änderung am Mittwoch, 07 Oktober 2020 18:37