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Donnerstag, 15 Oktober 2020 07:05

Australien: Schieneninstandhaltung reduziert den Eisenerzabsatz von Rio Tinto

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Fotos Rio Tinto.

Das britisch-australische Bergbauunternehmen Rio Tinto wird im Laufe dieser Woche schwächere Zahlen für die Eisenerztransporte zwischen Juli und September aus Westaustralien (WA) melden, da Probleme bei der Instandhaltung der Eisenbahn voraussichtlich noch einige Jahre andauern werden.

Die Eisenerztransporte von Rio Tinto gingen laut ersten von dem Nachrichtenmagazin Argus zusammengetragenen Verschiffungsdaten von April bis Juni um etwa 5 Prozentpunkte gegenüber den 86,68 Mio. t zurück, die im Zeitraum April-Juni 2020 auf einer 100-Punkte-Basis verschifft wurden, und um 6 Prozentpunkte gegenüber den 87,3 Mio. t, die von Juli bis September 2019 verschifft wurden.

Der Rückgang ist größtenteils auf Unterbrechungen durch ein umfangreiches Instandhaltungsprogramm an seinem Bahnsystem zurückzuführen, das zum Teil 50 Jahre alt ist. Die Wartungsarbeiten an der Schiene, die auch den Austausch von Schotter und Substrat umfassen, werden laut Glyn Lawcock, einem Ressourcenanalysten der schweizerischen Bank UBS, auch in den Jahren 2021 und 2022 im Quartal Juli-September erforderlich sein.

Der Produktionsrückgang von Rio Tinto im Vergleich zum Vorjahr fällt mit einer Periode höherer Eisenerzpreise zusammen. Die anderen Eisenerzproduzenten des westaustralischen Abbaugebiets Pilbara - wie BHP, Fortescue Metals und Roy Hill - nutzten dies aus, indem sie die Produktion im Vergleich zu Juli-September letzten Jahres steigerten, obwohl alle drei die April-Juni verzeichneten Höchststände vor ihrem am 30. Juni zu Ende gegangenen Geschäftsjahr erreichen konnten.

Die ersten Verschiffungsdaten deuten darauf hin, dass Rio Tinto im Zeitraum Juli-September rund 82 Mio. t verschifft hat. UBS geht davon aus, dass die Produktion von Rio Tinto im Jahr 2020 mit der Produktion von 327,4 Mio. t im Jahr 2019 übereinstimmen wird. Die Auslieferungen von BHP stiegen dagegen gegenüber dem Vorjahr um 5 Prozent an, so dass BHP von einer Periode festerer Preise profitieren kann.

Rio Tinto hat den Übergang zu einem autonomen Bahnsystem ins Auge gefasst, um mit der Inbetriebnahme der Koodaideri-Mine Anfang 2022 die Kapazität für Eisenerztransporte auf 360 Mio. t/Jahr zu erreichen.

WKZ, Quelle Argusmedia

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