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Freitag, 23 Oktober 2020 09:00

Japan/Russland: Nippon Express und A.P. Moller - Maersk wechseln auf die Transsibirische Eisenbahn

Nippon Express, Japans führendes Logistikunternehmen, wird seine Güterzüge zwischen China und Europa im nächsten Jahr verdoppeln, um das steigende Kundeninteresse an einer Verlagerung von der Luft auf die Schiene zu wecken. Die Coronavirus-Pandemie hat dazu geführt, dass weniger Flugzeuge in Betrieb sind, was zu einem Preisanstieg bei der Luftfracht geführt hat.

Der ehemals vierfache Preisunterschied zwischen Luftfracht und Bahnfracht für eine 5-Tonnen-Sendung hat sich nun auf das Zehnfache erhöht, berichtet Nikkei Asia.. Dies hat japanische und chinesische Kunden wie Automobilzulieferer und Hersteller von Präzisionsgeräten dazu veranlasst, die Bahnfracht stärker in Anspruch zu nehmen.

Nippon Express betreibt jetzt 23 Relationen mit Hin- und Rückfahrten zwischen China und Europa in Zusammenarbeit mit lokalen Zugbetreibern. Die Hauptstrecke Xi'an - Duisburg, die Strecke Shanghai - Hamburg und die Strecke Qingdao - Budapest erlauben Reisezeiten von etwa 25 Tagen. Es ist geplant, die jährlich 2.500 bis 3.000 Hin- und Rückfahrten auf 5.000 zu erhöhen.

Die Luftfracht zwischen China und Europa dauert etwa fünf Tage. Unternehmen, die mit kurzen Vorlaufzeiten konfrontiert sind, hatten sich bidher weitgehend auf Luftfracht verlassen. Die Bahn machte 2019 mit 14.000 Tonnen nur etwa 10% der gesamten zwischen diesen beiden Regionen beförderten Fracht von Nippon Express aus. Doch aufgrund der Reisebeschränkungen bei der Bekämpfung von COVID-19 stellen die Unternehmen aus Kostengründen auf die Bahnfracht um, auch wenn es länger dauert.

Das dänische Unternehmen A.P. Moller - Maersk, der weltgrößte Containertransportbetreiber, hat im September sein AE19-Angebot - eine Kombination aus Kurzstreckenseeverkehr und interkontinentalem Schienentransport - in einen ständigen wöchentlichen Dienst umgewandelt. Der Dienst bringt Güter von Häfen in Südkorea, Japan oder China über den Seeweg zum Hafen Nahódka im russischen Fernen Osten und transportiert sie dann per Zug über die Transsibirische Eisenbahn nach Nordeuropa. AE19 wurde im Juli 2019 als monatlicher Dienst eingeführt, dann auf 14-tägig erweitert und verkehrt aufgrund gestiegener Kundennachfrage nun wöchentlich.

WKZ, Quelle Nikkei Asia

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