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Samstag, 18 November 2017 13:19

Vereinigte Staaten: Hochgeschwindigkeitsvertrag Kalifornien an Deutsche Bahn bewilligt

Das Board of Directors der California High-Speed Rail Authority hat am 15.11.17 die Vergabe eines Auftrags für den Betrieb als Early Train Operator an die DB Engineering & Consulting USA genehmigt. Der Betreiber wird die Behörde bei der Planung, dem Entwurf und der Umsetzung des ersten Hochgeschwindigkeitsbahnprogramms des Landes unterstützen. Der Vertrag wird leistungsbezogen sein und darf den Betrag von 30 Mio. USD für die erste Phase des Vertrags nicht übersteigen.

Die Behörde geht davon aus, dass sie in den kommenden Wochen eine Bekanntmachung über die Durchführung dieses Auftrags veröffentlichen wird. "Die heutige Entscheidung des Board of Directors ist ein großer Fortschritt für das High-Speed-Program in Kalifornien", sagte ihr Vorstandsvorsitzender Dan Richard. "Die Einführung eines Early Train Operators während der laufenden Entwurfs- und Entwicklungsphase wird es uns ermöglichen, in das Design des Systems unternehmerische Überlegungen einzubringen, einschließlich der Bahnhofs-Layouts, technischen Spezifikationen und Strategien zur Verbesserung der Anlagenleistung und Kostenkontrolle. Soweit wir wissen, ist dieser Ansatz, einen kommerziellen Betreiber in eine Entwurfsphase zu bringen, einzigartig für große Infrastrukturprojekte."

Die DB Engineering & Consulting USA fungiert als Hauptbetreiber (Lead Operator), die Deutsche Bahn AG als Garantiegeber. DB Engineering & Consulting hat Alternate Concepts, Inc. und HDR, Inc. als Sub-Berater beauftragt. Die Deutsche Bahn AG mit mehr als 750 Tochtergesellschaften bietet in über 130 Ländern globale Mobilitäts- und Logistikdienstleistungen an. Die Deutsche Bahn AG und ihre Tochtergesellschaften erbringen Dienstleistungen in den Bereichen Personenverkehr sowie Güterverkehr und Logistik und betreiben eine umfangreiche Schieneninfrastruktur. Die Deutsche Bahn AG ist eine Aktiengesellschaft; ihre Anteile werden vollständig von der Bundesrepublik Deutschland gehalten.

"Der Vorschlag 1A, der High-Speed Rail Bond Act, ermächtigt uns nicht nur zum Bau eines Hochgeschwindigkeitsbahnsystems, sondern verlangt auch, dass es sich um ein wirtschaftlich rentables Unternehmen handelt, das keine Betriebsbeihilfe benötigt. Viele große Infrastrukturprogramme werden ohne ausreichende Berücksichtigung der Betriebs- und Unterhaltskosten konzipiert und gebaut. Dieser Schritt, einen frühen Operator zu engagieren, ermöglicht es uns, ein System für eine optimale kommerzielle Leistung zu entwerfen", fügte Dan Richard hinzu.

Der Businessplan 2016 sah die Beauftragung eines frühen Zugbetreibers vor, um sicherzustellen, dass dessen Perspektive bei der Planung und Auslegung von Strecken, Systemen, Hochgeschwindigkeitszügen (Fahrzeugen) und Bahnhöfen berücksichtigt wird. Die Einbindung eines Betreibers in frühe Entscheidungen über Sicherheit, Betrieb, Ausrüstung und Systeme, Tarifstrukturen und -pläne sowie andere kommerzielle und betriebliche Elemente stellt sicher, dass das System so konzipiert ist, dass es als sicheres und erfolgreiches Unternehmen funktioniert.

Die Entscheidung musste wegen eines Einspruchs der Renfe um einen Monat verlegt werden.

WKZ, Quelle High-Speed Rail Authority

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Letzte Änderung am Dienstag, 21 November 2017 09:42