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Freitag, 20 November 2020 09:00

Malawi/Mosambik: Häfen Beira und Nacala sollen Düngemitteltransport nach Malawi per Bahn ermöglichen

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Fotos CFM.

Die bilaterale Zusammenarbeit zwischen Mosambik und Malawi wird beim Warentransport über die Häfen von Beira und Nacala zunehmend verstärkt, insbesondere beim Transport von 255.000 t Dünger. Eine Übereinkunft konnte Anfang November nach langwierigen Verhandlungen in Beira von den Delegationen der beiden Länder unter Leitung der jeweiligen Verkehrsminister erreicht werden.

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Beide Parteien kamen überein, dass Mosambik spezifische Maßnahmen durchführen wird, um Malawi die Einfuhr von rund 255.000 Tonnen Düngemittel zu ermöglichen, davon 180.000 Tonnen aus dem Hafen von Beira und 75.000 Tonnen über Nacala.

Dazu gehören die Bereitstellung von mehr Waggons, die Lagerung, eine schnellere Abfertigung von Gütern und die Durchlässigkeit der Grenzen, wobei Mosambik, Malawi und Sambia weiterhin auf eine Vereinbarung für den Nacala-Entwicklungskorridors hinarbeiten und ein Ständiges Sekretariat zur Förderung dieses Gebiets einrichten werden.

Über die Häfen von Nacala und Beira importiert Malawi u.a. Grundnahrungsmittel, Düngemittel, Brennstoffe und Baumaterial. Es nutzt auch die Eisenbahninfrastruktur von Nacala und Beira, um landwirtschaftliche Produkte wie Getreide, Tabak und andere zu exportieren.

Von Januar bis September dieses Jahres wurden im Hafen von Beira rund 182.000 Container umgeschlagen, davon 12 Prozent aus Malawi und rund 2,2 Mio. Tonnen Stückgut, davon neun Prozent aus Malawi. Der Hafen von Beira verfügt über eine Umschlagkapazität von 300.000 Containern und drei Mio. t Stückgut.

Mit den verschiedenen derzeit laufenden Investitionen wird die Kapazität in den kommenden Jahren auf 700.000 Container und etwa 4,5 Mio. t. Stückgut anwachsen, während die Kapazität von Nacala durch die Verfügbarkeit von 600 Waggons von 100.000 Containern auf 250.000 Container anwachsen wird.

Die Rehabilitierung der Eisenbahnverbindung zwischen Mosambik und Malawi über die Sena-Linie durch die Abzweigung Mutarara-Vila Nova de Fronteira und Vila Nova da Fronteira-Bangula wird voraussichtlich bald beginnen. Janfar Abdulai, Minister für Verkehr und Kommunikation von Mosambik, hat die Finanzierung für die 44 km lange Bahn garantiert, die auf 46 Mio. USD (39 Mio. EUR) geschätzt wird, und damit alle Voraussetzungen für den Beginn des Vertrags geschaffen.

Der malawische Amtskollege für Verkehr und öffentliche Arbeiten, Mahumed Sidik Mia, wies darauf hin, dass die erste Phase mit der Sanierung von 71 km zwischen Vila Nova da Fronteira-Nsange und Nsange-Bangula beginnen werde. Durch die Verbindung der Sena-Linie zwischen Mutarara und Bangula soll über den Hafen von Beira Zucker auf den europäischen Markt exportiert werden.

In der zweiten Phase soll der Abschnitt Beira-Lilongwe eingerichtet werden. Die Mittel werden derzeit über die traditionellen internationalen Kooperationspartner aufgebracht. Mit dieser Entwicklung ist vorgesehen, dass der seit Jahrzehnten unterbrochene Schienenpersonenverkehr auch wieder aufgenommen wird.

WKZ, Quelle CFM Caminhos de Ferro de Moçambique.

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