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Montag, 18 Januar 2021 07:00

Malaysia: HSR ist noch lange nicht tot

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Fotos MyHSR Corp.

Malayia wird in diesem Jahr mit einer detaillierten Studie beginnen, um herauszufinden, wie der wirtschaftliche und soziale Nutzen maximiert werden kann, sollte doch noch eine Entscheidung für den Bau eines Hochgeschwindigkeitsnetzes (HSR) im Land getroffen werden. Nach Angaben der MyHSR Corporation Sdn Bhd (MyHSR), der Zweckgesellschaft, die das Projekt auf malaysischer Seite leiten soll, wird die Studie voraussichtlich bis zu sechs Monate dauern.

Wenn Malaysia sich entscheidet, mit dem Bau eines HSR-Netzes fortzufahren, ist es möglich, bis zu vier neue inländische HSR-Dienste einzurichten, sagte der Chairman der MyHSR Corporation, Tan Sri Esa Mohamed, bei einer Pressekonferenz, nachdem ein bilaterales Abkommen mit Singapur aufgegeben wurde, das am 13. Dezember 2016 unterzeichnet wurde, um einen grenzüberschreitenden HSR-Dienst von Bandar Malaysia nach Jurong East in Singapur einzurichten.

Er fügte gegenüber der Zeitung The Star hinzu, dass vier Inlandsdienste Sentral - Seremban (Express und Nahverkehr) und Sentral - Iskandar Puteri (Express und Nahverkehr) möglich wären, wenn das HSR-Netz mit dem bestehenden 57 km langen Express Rail Link (ERL, der von Sentral nach Kuala Lumpur International Airport KLIA und KLIA2 führt) verbunden werden würde.

Nach dem ursprünglichen Vorschlag müsste ein massiver, fast 15 km langer Tunnel vom Gebiet der Country Heights in der Nähe von Kajang bis nach Bandar Malaysia gebaut werden, wenn die HSR auf einer Strecke fahren soll, die ausschließlich für Hochgeschwindigkeitszüge bestimmt ist. Der neue Vorschlag soll es ermöglichen, das ERL-Gelände durch die gemeinsame Nutzung der Gleise mit der HSR voll auszunutzen.

Während Malaysia die gemeinsam ernannte Vermögensgesellschaft AssetsCo für die Lieferung, Installation und Wartung von Zügen und Infrastruktur schließen wollte, hätte man Singapur aber auch eine Liste von Vorschlägen unterbreitet, um mehr Nutzen aus dem Projekt zu ziehen. "Die Dinge haben sich deutlich verändert. Deshalb wollten wir die Ausrichtung, die Projektstruktur, das Geschäftsmodell und vor allem die AssetsCo überprüfen und einige Änderungen vornehmen. Dies ist die einzige Chance, und wir sollten das Projekt zum Nutzen der Menschen hier maximieren, und das schließt das gesamte Transportnetz, die Effizienz und die Verbindungsmöglichkeiten ein", sagte Tan Sri Esa Mohamed.

"Als jemand, der Teil des malaysischen Regierungs-Teams war, das 2015-2016 zwei Jahre lang am Kuala Lumpur-Singapur High Speed Rail (HSR)-Projekt gearbeitet hat, fühlte ich einen Hauch von Traurigkeit, als die beiden Premierminister die Beendigung des bilateralen HSR-Abkommens ankündigten", sagte Dr. Prodyut Dutt, ein ehemaliger malaysischer Regierungsbeamter. "Als ich dem Minister im Ressort des Premierministers (Wirtschaft) Datuk Seri Mustapa Mohamed und auch dem Verkehrsminister von Singapur, Ong Ye Kung, zuhörte, wurde mir klar, dass das bilaterale HSR-Abkommen von 2016 zwar definitiv tot und begraben ist, aber das Gleiche gilt nicht unbedingt für das Projekt selbst. In einem Akt der Staatskunst haben beide Minister sehr explizit die Möglichkeit einer direkten HSR-Verbindung zwischen Kuala Lumpur und Singapur in der Zukunft offen gelassen."

"Daher sollte Malaysia in Erwägung ziehen, unsere Vorschläge für ein neues Abkommen einzureichen, damit beide Länder mit den Verhandlungen über ein neues HSR-Abkommen beginnen können, das die Anliegen beider Länder befriedigt. Dies wird die HSR-Verbindung Kuala Lumpur-Singapur zur Realität machen", ergänzte er.

WKZ, Quelle The Star

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Letzte Änderung am Sonntag, 17 Januar 2021 18:03