english

Freitag, 05 Februar 2021 09:00

Argentinien: Rechnungshof kritisiert den "den Nullbetrieb" von Ferrocarriles Argentinos

arg1arg2
Fotos Profesor Favalli/CC BY-SA 4.0, Cacen Gymraeg/CC BY-SA 4.0.

Der Allgemeine Rechnungshof der Nation (Sindicatura General de la Nación, SIGEN) hat einen harschen Bericht veröffentlicht, in dem er "den Nullbetrieb" der staatlichen Eisenbahngesellschaft Ferrocarriles Argentinos Sociedad del Estado (FASE) während der vorherigen Regierung in Frage stellte.

Die Gesellschaft "erfüllte keine der ihr durch das Gesetz 27.132 zugewiesenen Ziele und Kompetenzen". Ihr "Nichtfunktionieren" führte zu einem Mangel an Koordination zwischen den verschiedenen Eisenbahngesellschaften, betont der Bericht.

In ihrem Bericht betonte die Aufsichtsbehörde, dass die Muttergesellschaft des nationalen Eisenbahnsystems während der Regierung Macri (2015 bis 2019) "keines der Ziele und Kompetenzen erfüllt hat, die ihr durch das Gesetz 27.132 zugewiesen wurden", das 2015 mit breiter Unterstützung aller Mehrheitsfraktionen beschlossen wurde.

Ferrocarriles Argentinos "hat nicht artikuliert, nicht integriert und nicht konsolidiert, um die Arbeit aller Eisenbahngesellschaften zu koordinieren", die rechtlich gesehen ihre Tochtergesellschaften sind: die Operadora Ferroviaria (SOFSE), die Administración de Infraestructuras Ferroviarias (ADIF) und Trenes Argentinos Cargas (BCyLSA).

Wie das auf Verkehrsthemen spezialisierte Nachrichtenmagazin "enelSubte" berichtet, wies SIGEN darauf hin, dass "das Nichtfunktionieren von FASE Auswirkungen in der fehlenden Planung [und] in der Überschneidung von Aufgaben" zwischen den verschiedenen staatlichen Eisenbahngesellschaften hatte. Dem Bericht zufolge führte dies "zu Konnektivitätsproblemen im ganzen Land und zur Aufgabe grundlegender und wesentlicher Infrastrukturarbeiten im gesamten Eisenbahnnetz".

Es ist nicht das erste Mal, dass offizielle Berichte von Kontrollstellen die mangelnde Aktivität von Ferrocarriles Argentinos während der vorherigen Regierung beanstanden. Auch der Allgemeine Rechnungshof (AGN) und die Nationale Kommission für die Regulierung des Transportwesens (CNRT) kritisierten schon die Untätigkeit des Unternehmens, die mangelnde Einhaltung seiner Funktionen und seine Zurückhaltung bei der Ausübung der Befugnisse zur Integration und Koordination zwischen den staatlichen Eisenbahngesellschaften.

Es sei daran erinnert, dass Ferrocarriles Argentinos im Jahr 2015 als Dachverband des nationalen Eisenbahnsystems gegründet wurde und die verschiedenen staatlichen Unternehmen des Sektors (SOFSE, ADIF und BCyLSA) in eine einzige Struktur integriert hat. Das Unternehmen verabschiedete eine neue Satzung, setzte seinen ersten Vorstand ein und begann, sein öffentliches Profil zu schärfen. Dieser Schwung verlangsamte sich jedoch nach dem Beginn der Macrista-Regierung, eine Situation, die bis heute anhält.

WKZ, Quelle enelSubte

Zurück